INTERVIEW

„Wie viele Aufträge bekommen Sie
ohne nachhaltige Aufstellung weniger?“

Jan Kalbfleisch, Geschäftsführer des Kommunikationsverbands Famab über die CSR-Berichtspflicht und ein Save-the-date.

m+a/tw: Wird die neue CSR-Berichtspflicht eine nachhaltigere Denk- und Arbeitsweise bei Eventmanagern und ihren Dienstleistern nach sich ziehen?
Jan Kalbfleisch: Es wird sicher noch einige Zeit dauern, bis sich eine nachhaltige Denk- und Arbeitsweise verankert und zur Selbstverständlichkeit wird. Aber ja, sicherlich tragen die CSR-Berichtspflicht und ihre gesetzlichen Regelungen zu nachhaltigem Wirtschaften maßgeblich zu dieser Entwicklung bei. Dabei muss jedoch klar gesagt werden, dass gesetzliche Regelungen unserer Auffassung nach stets das letzte Mittel darstellen. Die Gefahr dabei ist, dass theoretische und bürokratische Konstrukte entwickelt werden, die nicht das Gewollte erreichen.

Sie haben die Berichtspflicht zum Anlass genommen, um den Famab Sustainability Summit ins Leben zu rufen. Wieso?
Wir hatten mit unserem Partner 2bdifferent schon länger die Idee, Kunden und Dienstleister unserer Branche zum Thema Nachhaltigkeit in den Dialog zu bringen, sowohl auf der Bühne als auch im Publikum. Die Einführung der CSR-Berichtspflicht kam passend zur Premiere und hob die Bedeutung dieses Themas hervor.

Jan Kalbfleisch: Der Famab Sustainability Summit, eine unverzichtbare Plattform.
FOTO: FAMAB


Das Save-the-date für den zweiten Summit steht: 18. Juni 2018. Wer sollte kommen?
Wer damit im Unternehmen damit betraut ist, das Thema Nachhaltigkeit voranzutreiben und sein Unternehmen zukunftsorientiert aufzustellen, für den ist der zweite Famab Sustainability Summit eine unverzichtbare Plattform, um sich über neueste Trends und Entwicklungen zu informieren und um mit Kunden und Marktpartnern in den Dialog zu treten.

Was erwidern Sie Marktteilnehmern, die das Thema auf die leichte Schulter nehmen?
Ich werde immer wieder mit der Frage konfrontiert „Wie viele Aufträge bekomme ich durch Nachhaltigkeit mehr?“ Darauf muss man wohl zukünftig antworten: „Wie viele Aufträge bekommen Sie ohne nachhaltige Aufstellung weniger?“ KERSTIN WÜNSCH
Datenschutz