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VERBÄNDE

#NiemalsohneStrategie

Es überrascht wenig, dass für Verbände das Jahr 2019 wie das Vorjahr im Zeichen der digitalen Transformation steht. Die Deutsche Gesellschaft für Verbandsmanagement (DGVM) und ihre Veranstaltungen informieren entsprechend.

„W
ir müssen unseren eigenen Weg finden, wenn wir über Algorithmen, Künstliche Intelligenz oder Datennutzung reden“, sagt Helge Braun auf dem Forschungsgipfel 2019 in Berlin. Laut dem Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes müsse es möglich sein, Künstliche Intelligenz in einem gesellschaftlich akzeptablen Rahmen zu verwenden. Die Menschen hätten Sorge, dass sie durch Künstliche Intelligenz ersetzbar werden. Braun: „Es ist die Aufgabe von Wissenschaft, Gesellschaft und Politik, gemeinsam Freude auf Zukunft zu vermitteln. Wir müssen den Menschen erklären, dass wir Künstliche Intelligenz so positiv nutzen können, dass sie für viele einen Mehrwert bringt.“

Veranstalter des diesjährigen Forschungsgipfels am 19. März 2019 ist nicht die Bundesregierung. Es ist der Stifterverband gemeinsam mit der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) und der VolkswagenStiftung. Im Allianz Forum am Pariser Platz tauschen sich 400 Spitzenvertreter von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik aus zu Bedeutung und Wirkung Künstlicher Intelligenz (KI) auf die Gesellschaft und das deutsche Forschungs- und Innovationssystem. Fast jeder zehnte Teilnehmer vertritt einen Verband.


Für Dr.-Ing. Christian Groß, Leiter Konferenz Service beim Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE), ist Künstliche Intelligenz im Tagesgeschäft angekommen. KI findet sich folglich ebenso im Programm des VDE Tec Summit 2018 wie in den Seminaren. „Der VDE hat die Aufgabe, sowohl die an der Anwendungstechnik orientierte Forschung als auch die Aus- und Weiterbildung konzeptionell zu begleiten“, sagt Groß. Nicht nur Christian Groß und den VDE beschäftigen die Digitalisierung und die Begleitung ihrer Mitglieder.
      
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Digitalisierung ist das große Thema für Verbände. Beim Forschungsgipfel des Stifterverbands geht es um KI. 
FOTO: STIFTERVERBAND, DAVID AUSSERHOFER
    

ALLIANZ FORUM

Die Allianz möchte mit führenden Initiativen und Institutionen der Zivilgesellschaft ein Forum für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts etablieren. Ihr Allianz Forum am Pariser Platz bietet günstige Veranstaltungsflächen für den Dialog und die interdisziplinäre Arbeit an Themen wie Demografie, Umwelt- und Klimaschutz, Nachhaltiges Wachstum, den interkulturellen Dialog und die Zukunft Europas. Die Gesamtmietfläche beträgt 5.600 qm mit Räumen ab 18 qm, Einzelvermietungen sind möglich.
www.allianz-forum.de

Das Jahr 2019 steht wie 2018 für viele Verbände im Zeichen von digitaler Transformation, so das Ergebnis der Befragung der Deutschen Gesellschaft für Verbandsmanagement (DGVM) unter Führungskräften bei Verbänden. Durchgeführt hat diese der Verbändereport und berichtet von den fünf Top-Trends im Verbandsmanagement 2019. Auf Platz eins steht „Profil des Verbandes schärfen, Marke-/Image schärfen und ausbauen“ (2018: Platz 4), auf Platz zwei „Chancen der digitalen Transformation für den Verband nutzen“ (2018: Platz 3).

Um die Chancen der digitale Transformation zu ergreifen, sind in Verbänden alle gefragt und nicht nur die Kollegen aus der IT. Also der Vorstand und die Mitglieder, die Mitarbeiter und die Leitung der Geschäftsstelle. „Die digitale Transformation erfordert von Verbänden die Ausbildung ‚ambidextrer‘ Fähigkeiten, sprich ausreichend effizienzoptimierte Prozesse einerseits und agile und flexible Vorgehen für das Ausprobieren von Neuem andererseits“, beschreibt Michael Krüss vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) im Verbändereport das Dilemma.
     
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Der Stifterverband ist Mitveranstalter des Forschungsgipfels 2019, zu dem 400 Teilnehmer ins Allianz Forum am Pariser Platz kommen. 
FOTO: STIFTERVERBAND, DAVID AUSSERHOFER
   
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FOTO: VERBÄNDEREPORT
„Was wir tun ist, Verbände generell und unsere Mitglieder speziell über das Thema Digitalisierung umfassend und auf hohem Niveau zu informieren.“
Wolfgang Lietzau, Geschäftsführer Deutsche Gesellschaft für Verbandsmanagement (DGVM)


Hinzukommt, dass sich mit der Digitalisierung die Rolle der Verbände verändert. Es geht immer weniger darum, dass sie ihren Mitgliedern Informationen liefern, sondern die vielen Informationen für diese filtern und aufbereiten und ihre Community je nach Thema interdisziplinär vernetzen bzw. ihnen eine Plattform für ebendiese zu schaffen – sei es virtuell oder auf Veranstaltungen. Wie der Stifterverband mit seinem Forschungsgipfel: Er versammelt die Köpfe aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik zur Forschungs- und Innovationspolitik und versteht sich als „internationale Arena des kritisch-konstruktiven Dialogs, als interdisziplinäres Forum der Reflexion und Ideenfindung sowie als lebendiger Ort der Vernetzung“.

Die Deutsche Gesellschaft für Verbandsmanagement (DGVM) beobachtet diese Entwicklungen und begleitet sie. „Die DGVM unterhält keine Unit, die im Sinne einer Unternehmensberatung einzelne Verbände bei der Implementierung digitaler Tools oder bei der Entwicklung einer Digitalstrategie unterstützt“, erklärt Geschäftsführer Wolfgang Lietzau. „Was wir tun ist, Verbände generell und unsere Mitglieder speziell über das Thema Digitalisierung umfassend und auf hohem Niveau zu informieren. Das fängt an bei Fachartikeln zum Thema, die im Verbändereport und online im Deutschen Verbände Forum – verbaende.com veröffentlicht werden.“ Zudem haben Mitglieder über das DGVM-Online-Archiv Zugriff auf eine umfassende Wissensdatenbank. Im Forum Verbandskommunikation etwa werden unter dem Hashtag #NiemalsohneStrategie „Erfolgreiche Verbandskommunikation im digitalen Umfeld“ über 20 Fallbeispiele erfolgreicher Digitalstrategien von Verbänden vorgestellt. Zur Fortbildung, Einordnung und Vernetzung sorgen Veranstaltungen wie der verbaende.com-Infotag „Digitalisierung“ und der Infotag „Verband & Tagung“.
    

„IM MARKT HERRSCHT VIEL UNSICHERHEIT“

FOTO: AGENTUR BILDSCHÖN
FOTO: AGENTUR BILDSCHÖN
Stefan Kirchner, Bereichsleiter Veranstaltungen Kölner Verbände Seminare und verantwortlich für den Infotag Verband & Tagung.

tw: Der Infotag Verband & Tagung 2019 titelt „Digitalisierung von Verbandsveranstaltungen – Mehrwert oder Spielerei?“. Wieso?
Stefan Kirchner: Wir haben das Thema zum Schwerpunkt gemacht, das derzeit wirklich alle – ob Unternehmen oder Verbände – umtreibt: die Digitalisierung. Im Markt herrscht viel Unsicherheit. Was ist richtig? Was ist falsch? Der eine Berater sagt „erst mal loslegen“, der andere Berater warnt „niemals ohne Strategie“. Was ist für Verbände, die Veranstaltungen oder Konferenzen planen, also die richtige Strategie? Der Infotag bietet Beratung und Lösungen aus Sicht von Experten und Praktikern. Die Teilnehmer können sich im Gespräch schlau machen, z.B. über Event-Apps oder digitale Registrierungssysteme.

Das Thema zieht sich folglich auch durch Ihre Fortbildungen?
Ja. Die Digitalisierung nimmt mehr Raum ein. Erst im April haben sich über 80 Fachleute zum Forum „Digitale Verbandskommunikation“ #NiemalsohneStrategie – Erfolgreiche Verbandskommunikation im digitalen Umfeld“ in Köln getroffen. Die zentrale Frage lautet: Wie kann ich als Verband sinnvoll digitale Kommunikationskanäle nutzen, und welcher Ressourceneinsatz ist hierfür notwendig? Auch der sehr erfolgreiche Infotag Digitalisierung zeigt mit über 220 Besuchern, wie wichtig das Thema für Verbände geworden ist. Klassische Verbandsprozesse werden digitaler und verändern verbandsinterne Strukturen.

Wie wichtig sind in Zeiten der Digitalisierung „Face-to-Face“-Veranstaltungen überhaupt noch?
Der Bedarf sich persönlich auszutauschen, ist nicht weniger geworden. Die Zahl der Veranstaltungen ist in den letzten Jahren gewachsen, aber das Zeitbudget nicht. Man muss mit einem auf die Zielgruppe abgestimmten Programm glänzen, um im Wettbewerb zu bestehen. Das Seminargeschäft ist in den letzten 15 Jahren „härter“ geworden, doch Foren, Messen oder Kongresse als Plattformen zum Austausch neuer Ideen wachsen stetig. Den Austausch von Mensch zu Mensch können digitale Medien (noch) nicht ersetzen. Zumal Menschen bei Webinaren und ähnlichen Formaten eine halbe bis eine Stunde zuhören, aber nicht den ganzen Tag.
KERSTIN WÜNSCH
       


Entsprechend titelt der nächste verbaende.com- Infotag Verband & Tagung: „Digitalisierung von Verbandsveranstaltungen – Mehrwert oder Spielerei?“ Neue Technologien und ihr Einsatz bestimmen das Programm am 3. Juni 2019 im Estrel Berlin, sei es „Virtual Reality für Veranstaltungen – warum Weiterbildung so besser erlebbar wird“, „Social Media für die Berichterstattung – davor, während und nach einer Veranstaltung“ oder „Nutzen von Event- Apps für Teilnehmer – ist der Aufwand gerechtfertigt?“ aber auch „Auswirkungen der Datenschutzgrundverordnung auf Veranstaltungen“.

„Die Verbände erhalten in vielen Fachvorträgen, Open-Space-Sessions und von den vielen Ausstellern Ideen und Anregungen für ihre nächsten Veranstaltungen“, sagt Stefan Kirchner, verantwortlich für den Infotag. Er rechnet mit 400 Verbänden und 75 Ausstellern darunter Städte wie Berlin, Bremen, Frankfurt, Freiburg und Nürnberg, Kongresshäuser wie Darmstadtium, Osnabrückhalle und World Conference Center Bonn, Hotels wie H-Hotels.com und Maritim. Unter den Ausstellern finden sich vermehrt Tech-Firmen, z.B. Confgames, doo oder EventMobi. Fastlane etwa bietet Guestmanagement-Lösungen über Face-ID, biometrische Einlasserfassung und Facial Recognition. Bei der Gesichtserkennung registriert sich der Gast über den Blick in die Kamera. Ein Badging-Kiosk registriert bis zu 400 Personen pro Stunde – nicht zuletzt ein Erlebnis für die Teilnehmer beispielsweise des Forschungsgipfels.
KERSTIN WÜNSCH
       
http://www.forschungsgipfel.dehttps://verbaende.comhttps://infotag-tagung.de

Top-Five-Trends im Verbandsmanagement 2019

Platz 1: Profil des Verbandes schärfen, Marke-/Image schärfen und ausbauen (Vorjahr Platz 4)
Platz 2: Chancen der digitalen Transformation für den Verband nutzen (Vorjahr Platz 3)
Platz 3: Ausbau von Mehrwertleistungen, neue Services und Dienstleistungen für die Mitglieder (Vorjahr Platz 2)
Platz 4: Mitgliederkommunikation intensivieren (Vorjahr Platz 8)
Platz 5: Presse-/Öffentlichkeitsarbeit neu denken, verstärkt soziale Medien einsetzen (Vorjahr Platz 1)

www.dgvm.de/dgvm-jahresumfrage-verbandstrends-2019

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„Die Zahl der Veranstaltungen ist in den letzten Jahren gewachsen, aber das Zeitbudget nicht.“
Stefan Kirchner, Bereichsleiter Veranstaltungen Kölner Verbände Seminare
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