Editorial

Gute Gastgeber

G
erade hat der Travel Industry Club sein Hospitality Symposium in Frankfurt abgehalten. Das Thema: Wie kann die Hospitality Industry ein vertrauensvolles Verhältnis zu ihren Kunden sichern und deren Bedürfnissen gerecht werden? Schließlich erschweren die zunehmende Digitalisierung, immer weniger Zeit, aber auch steigende Sicherheitsanforderungen oder politische Instabilität die Aufgabe, ein guter Gastgeber zu sein.

Die Herausforderungen sind vielfältig. Wenn vom 6. bis 17. November 2017 rund 20.000 Teilnehmer zur Weltklimakonferenz COP 23 nach Bonn kommen, „werden wir alles dafür tun, dass sich die Delegierten aus aller Welt willkommen fühlen“, sagt Oberbürgermeister Ashok Sridharan, wohl wissend wie gewaltig diese Aufgabe sein wird. Eine Mammutaufgabe hinter sich hat die Stadt Hamburg, als Gastgeber des G20-Gipfels. Während Sicherheitskräfte gegen die massiven Ausschreitungen ankämpften, trafen sich die Delegierten ungestört in den Räumen der Hamburg Messe und Congress (HMC) oder lauschten Beethovens Neunte in der Elbphilharmonie. „Es war ein Kraftakt, das Gelände und die Hallen für den Gipfel herzurichten. Doch das hat sich gelohnt“, sagt Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der HMC und ergänzt: „Es geht immer darum, in enger, vertrauensvoller Zusammenarbeit das beste Ergebnis zu erzielen“.

Genau dieses Ziel verfolgen Veranstalter und Veranstaltungshäuser, um die an sie gerichteten Erwartungen zu erfüllen: Gute Gastgeber zu sein. Die Maßnahmen, die wir in dieser Sonderausgabe beleuchten, reichen von der grundsätzlichen Service-Haltung über das Befolgen eines Protokolls, das Kreieren einer angenehmen Atmosphäre bis hin zu einem raffinierten Catering. Denn wie es Christina Esser vom World Conference Center Bonn auf den Punkt bringt: „Vortrag und Rahmenprogramm können noch so gut sein – wenn der Kaffee und das Mittagessen nicht schmecken, bleibt eine negative Erinnerung bei jedem Gast.“

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CHRISTIAN FUNK
Redaktion christian.funk@dfv.de

FOTO: MAJA BAUMEISTER
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