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INTERVIEW

„Mitten drin“

Arne Ludwig, Vorsitzender des EDFVR (erster Deutscher Fachverband für Virtual Reality) über den Einsatz von Virtual Reality auf Veranstaltungen.

m+a/tw: Inwiefern lassen sich Virtual Reality (VR) und Events vereinbaren?
Arne Ludwig: VR ist nicht mehr wegzudenken. Wir sind in einer Zeit medialer Nutzung angekommen, in der die Menschen nicht nur Teilnehmer oder Zuschauer sein möchten, sondern mitten drin. Noch besser ausgedrückt: sich auch aktiv beteiligen können. Durch VR kann ich Events auch an mehreren Standorten parallel bespielen.

Können Sie ein paar gelungene Beispiele vom Einsatz von VR auf Events nennen?

Beispielsweise 360° Livestream, wie bei der Eröffnung der Elbphilharmonie und bei der Übertragung von Konferenzen, Workshops, Keynotes. Oder VR Sync, eine Art VR Cinema, bei der viele Menschen, auch in verschiedenen Räumen VR-Inhalte erleben können. Das wurde schon bei der Republica eingesetzt, bei der Photokina, bei der Volkswagengruppe oder Agenturen.

Ist VR grundsätzlich auch auf Messen oder Kongressen denkbar?
Natürlich, dem Einsatz von VR sind letztlich nur budgetäre Grenzen gesetzt. Es kommt ja ganz auf den Fall an.

Worauf sollte ich als Veranstalter achten, wenn ich mit dem Gedanken spiele, VR zu nutzen?
Es fängt alles mit einer guten Idee an, die dann früh konzeptionell zum Beispiel gemeinsam mit einer VR-Agentur wie Headtrip ausgearbeitet wird. Ich muss mir vorher auch Gedanken über den physischen Ort sowie über eine Ortsbegehung machen. Außerdem die Frage beantworten: Sind es Übertragungen wie 360° Livestream oder VR Sync, also eine Art virtuelles Kino? Oder geht es um individuelle Experiences, die der einzelne erlebt?
 
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Virtuell: Die Eröffnung der Elbphilharmonie in Hamburg wurde in einem 360° Livestream übertragen.
FOTO: ELBPHILHARMONIE, HEADTRIP

Können Sie uns ein paar spannende Projekte nennen, die Sie bei Headtrip realisiert haben?

Wir haben beim Play-Off-Basketballspiel zwischen Ulm und Frankfurt in der Halle einen 360° Livestream von Ulm in die Telekom-Zentrale nach Bonn gemacht. Dort konnte ein Testpublikum live Basketball in 360° erleben. Und wir haben mit mehreren 360° Kamerasystemen rund um das Spiel Aufnahmen gemacht – auch Audioaufnahmen vor Ort – und diese in eine VR-Experience gebaut.

Was macht der Erste Deutsche Fachverband für Virtual Reality?

Der edfvr.org ist in erster Linie eine Dachorganisation für alle an immersiven Medien, 360°, Virtual Reality, Augmented Reality und Mixed Reality Interessierten. Eine Lobbyorganisation, die horizontal in ganz Deutschland verteilt bei Veranstaltungen wie der Republica oder digility.de partnered und darüber hinaus eigene Events organisiert. Wir sind ebenso an der Forschung wie auch an der Verbreitung immersiver Technologien, Medien und Anwendungen interessiert.

Wie unterstützen Sie Veranstalter?
Wir können im Vorfeld Angebote machen zur Umsetzung virtueller Inhalte. Wir können Speaker für Keynotes vermitteln und ebenso Workshops organisieren. Zudem partnern wir auch gerne vor Ort, gemäß unserem Motto „Hands on VR“. CHRISTIAN FUNK
 
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ZUR PERSON

Arne Ludwig ist Chief Sales Officer bei den Virtual-Reality-Spezialisten von Headtrip. Zudem ist er Vorsitzender des EDFVR, der Erste Deutsche Fachverband für Virtual Reality.
www.edfvr.orgwww.headtrip.rocks
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