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INTERVIEW

„Wir wollen den gesellschaftlichen Diskurs fördern“

Als Geschäftsführer der C3 Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH ist Dr. Ralf Schulze auch für das Carlowitz Congresscenter verantwortlich.

Herr Dr. Schulze, was war der Grund für den Umbau der Chemnitzer Stadthalle zum Kongresszentrum?
Der Grund ist schlichtweg, dass wir anders als andere Städte vergleichbarer Größe und Bedeutung bislang kein richtiges Kongresszentrum hatten. Insofern ist der Bau des Carlowitz Congresscenters eine strategisch wichtige Investition für unsere Stadt, die Chemnitz' Selbstverständnis als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort festigen wird. Wir hatten das schon seit mehr als zehn Jahren in Prüfung und Planung. In der Zeit wurden immer wieder verschiedenste Konzepte durchgespielt vom Neubau auf der grünen Wiese bis zum Aus- und Umbau der Stadthalle, wie er jetzt realisiert wird.

Welche neuen Möglichkeiten bietet das Kongresszentrum?
Bisher wurde die Stadthalle nur sporadisch für Kongresse genutzt und nur als Ganzes. Aber die Bedürfnisse ändern sich. Große Räume sind häufig nur noch für Eröffnungs- und Schlussveranstaltungen gefragt. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach kleineren Räumen für Workshops und Arbeitsgruppen stark gestiegen. Mit den neuen Möglichkeiten haben wir nun für jeden Bedarf eine passende Lösung. Inklusive Foyers und den Tagungsräumen im Dorint-Hotel, können wir 22 Räume anbieten, die sich individuell gestalten und auf unterschiedlichste Art nutzen lassen. Aufgrund der flexiblen Raumkonzepte sind auch mehrere Veranstaltungen gleichzeitig möglich.
               
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Das Carlowitz Congresscenter hat sich ganz der Nachhaltigkeit verschrieben? Wie sieht das besondere Konzept aus?
Das fängt schon mit der C02-neutralen Anreise per Bahn an. Obwohl wir auch eine hervorragende Autobahnanbindung haben, bieten wir in Kooperation mit der Deutschen Bahn ein vergünstigtes Eventticket an, um die Motivation für die Anreise per Bahn bei den Teilnehmern zu erhöhen. In der Innenstadt ist alles zu Fuß erreichbar. Auch alle größeren Partnerhotels finden sich in fußläufiger Entfernung. Zudem achten alle unsere Cateringunternehmen auf regionale und saisonale Produkte und wir ermöglichen unter anderem den papierlosen Kongress. Nachhaltigkeit bedeutet für uns aber weit mehr als die ökologische Komponente.

Was noch?
Auch die soziale Komponente spielt eine wichtige Rolle. Mit neuen Veranstaltungsformaten wie dem Carlowitz-Dialog wollen wir den gesellschaftlichen Diskurs fördern und dazu anregen, praktische Themen der Nachhaltigkeit zu diskutieren. Nicht zuletzt geht es auch um die Frage, wie geht man mit den eigenen Mitarbeitern um. Wir haben ein sehr offenes Team mit 55 hochqualifizierten Kollegen mit möglichst viel Freiheitsgraden. Die Grundannahme dahinter ist natürlich, dass wenn sich Mitarbeiter wohlfühlen, Verantwortung übernehmen können, sie sich viel besser um die Belange der Kunden kümmern können. Vom Veranstalter des Jugend-forscht-Wettbewerbs Mitte Mai zum Beispiel haben wir für den herzlichen Umgang und über alle Ebenen hinweg ein hervorragendes Feedback erhalten.
„Auch die soziale Komponente spielen eine wichtige Rolle.“
Dr. Ralf Schulze,
Geschäftsführer der C3 Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH
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