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SOCIAL INNOVATION SUMMIT

„Etwas Sinnvolles beitragen“

Tanja Knecht, Pressesprecherin der IMEX Group DACH, über ihr Engagement als Freiwillige auf dem Social Innovation Summit, generationsübergreifendes Arbeiten und neue Impulse für die Event-Branche.

tw: Sie engagieren sich als Freiwillige auf dem Social Innovation Summit 2019. Wie kamen Sie auf die Idee?
Tanja Knecht: Ich war letztes Jahr als Besucherin auf dem Social Innovation Summit hier in Stuttgart im Wizemann Space und fand das extrem gut gemacht. Die integrierende Verbindung von Wirtschaft, Bildung, Gesellschaft und Politik, die Verbindung von Profit und Non-Profit für den „Change“ und die daraus entstehenden Möglichkeiten beeindrucken mich. Seit letztem Jahr bin ich gelegentlich im Wizemann Co-Working-Space zum Arbeiten, wo eine Community rund um verantwortliches Wirtschaften, Social Entrepreneurship und Innovation entstanden ist. Auch das junge Team von Social Entrepreneurship Baden-Württemberg, das den Event ausrichtet, sitzt hier. Sie haben Volunteers für den Social Innovation Summit 2019 gesucht und ich habe sofort zugesagt.

Wieso machen Sie das?
Erstens finde ich es wundervoll, etwas zu einer Bewegung beitragen zu können, die sich für etwas Sinnvolles einsetzt. Zweitens macht es großen Spaß, interdisziplinär, international und generationenübergreifend zusammenzuarbeiten, das ist gelebte Diversität! In unserer Volunteer-Gruppe waren Menschen aller Altersgruppen und Nationalitäten – von Portugal über China bis Indien. Was mich besonders fasziniert hat: Einige Studenten und Gründer sind extra angereist für diesen Freiwilligendienst. Drittens durften die Volunteers die Vorträge und Panels verfolgen.

Welche Aufgaben haben Sie als Freiwillige übernommen?
Wir waren ein relativ großes und dank neuer Medien perfekt von der Projektleiterin „gemanagtes“ Team, in dem jeder Volunteer verschiedene Einsatzorte und Tätigkeiten hatte. Ich war an der Garderobe und der Registrierung, aber jeder hat mit angepackt, eine echte Startup-Mentalität. Das hat wunderbar funktioniert, ohne Hierarchiegehabe, einfach ein Miteinander für die gute Sache. Am Vorbereitungstag hat auch mein 13-jähriger Sohn geholfen. Für mich als „alte Eventlerin“ ist es interessant, wie ein Social Startup, das sich nicht primär mit Veranstaltungen befasst, eine solch professionelle und komplexe Konferenz organisiert und umsetzt.
        
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Arbeiten auf dem Social Innovation Summit 2019: Tanja Knecht mit Jonathan Schmalwasser, Gründer Potenzialkraftwerk.
FOTO: TANJA KNECHT
                 

SOCIAL INNOVATION SUMMIT #SIS19

Veranstalter des Social Innovation Summit ist das Netzwerk Social Entrepreneurship BW (#SocEntBW). Die Mitglieder fördern das Konzept des „Social Entrepreneurship“ im Land Baden-Württemberg und teilen die Vision, eine zweckgebundene Wirtschaft zu schaffen. Dazu organisieren sie Veranstaltungen, Workshops, Vorträge und Networking-Gelegenheiten. socentbw.org, https://sisummit.de

Was nehmen Sie mit?
Wie letztes Jahr habe ich wertvolle Einblicke in Social Entrepreneurship bekommen, dieses Jahr mit dem Fokusthema „Shaping the digital Future“. Die Besetzung war wieder sehr hochkarätig; über Michele Myauo von Microsoft bis zu Joana Breidenbach, der Gründerin von betterplace.org. Hier überlege ich, welche Speaker für die IMEX oder die Konferenz She Means Business passen könnten. Gerade dieser weiter gefasste Ansatz – über die Branchengrenzen hinaus – bietet mir Inspirationsquellen.

Haben Sie ein Beispiel?
Auf der IMEX America hörte ich eine interessante Session zu generationenübergreifendem Arbeiten und die Herausforderungen für Unternehmen und Mitarbeiter. Genau darüber habe ich bei meinem Einsatz an der Registrierung im Team mit einem jungen Social Entrepreneur sehr spannende Gespräche gehabt. Er hat festgestellt, dass viele Berufseinsteiger seiner Generation Schwierigkeiten haben mit den Anforderungen des Berufslebens und sich oft nicht trauen zu fragen. Daraus hat er sein eigenes Social-Startup zum Thema „Generationsvermittlung“ gegründet und möchte junge Leute schulen und beraten in puncto Kommunikation. Nun sprechen wir darüber, etwas zusammen auf die Beine zu stellen, z.B. einen Workshop für Unternehmen.
KERSTIN WÜNSCH




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