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VERANSTALTUNGSSICHERHEIT

No Risk – More Fun

Der Bundesverband für Veranstaltungssicherheit veranstaltet in der Brunnenhalle in Bad Dürkheim erstmals seinen Kongress „Veranstaltungssicherheit“. Vor allem Schüler und Studenten sind vor Ort.

„D
as Thema Sicherheit ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden“, erklärt Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld in seinem Grußwort zur Eröffnung des Kongresses „Veranstaltungssicherheit“ des BVVS (Bundesverband für Veranstaltungssicherheit). Mit über 600.000 Besuchern an zehn Tagen findet in seinem Landkreis Bad Dürkheim das größte Weinfest der Welt statt, der Dürkheimer Wurstmarkt. „Nach den furchtbaren Vorkommnissen in den letzten Jahren“ – er erinnert an die Loveparade-Katastrophe in Duisburg oder den Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin – „stellen wir uns bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung ganz klar die Frage: Wie sieht das Sicherheitskonzept aus? Man spürt diese Verantwortung!“

Verantwortlich für die Organisation des Kongresses unter dem Motto „No Risk – More Fun“ ist die Klasse der Veranstaltungskaufleute BSVK16 der Berufsbildenden Schule Bad Dürkheim. Die Schüler haben diesen Kongress vollständig neu erarbeitet, ohne Vorlagen und Muster geplant und auch die Themen selbst ausgewählt. So spricht zum Beispiel Alexander Holzmann, verantwortlich für das Sicherheitsmanagement im Europa-Park Rust, in einem – aufgrund eines gezeigten Videos von einem Brand in einem amerikanischen Nachtclub – aufwühlenden Vortrag über Brandschutz auf Veranstaltungen. Und Daniel Brunsch, Dr. der Kommunikationspsychologie und unter anderem sogenannter Guardian Angel beim Festival Rock am Ring, spricht über Massen- und Krisenkommunikation. Seine lässige Art kommt bei den Gästen, in erster Linie den Schülern und Studenten, gut an. Andere Vorträge drehen sich um Fliegende Bauten oder Event-Versicherung.

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Dr. Daniel Brunsch spricht über Massenund Krisenkommunikation.
FOTO: TW TAGUNGSWIRTSCHAFT / CHRISTIAN FUNK

Raum zum Austausch bieten immer im Wechsel mit Frontalvorträgen Foren zu den Themen Crowdmanagement, Sanitätsdienst oder Sicherheitskonzept. Letzteres Forum leitet Roland G. Meier, der Vorsitzende Bundesverbandes Veranstaltungssicherheit und stellt sich Fragen wie „Wer braucht eigentlich ein Sicherheitskonzept?“ oder „Was muss alles in ein Sicherheitskonzept hinein?“. Der größte Teil der rund 200 Teilnehmer des in der Bad Dürkheimer Brunnenhalle stattfindenden Kongresses ist noch in der Ausbildung. Für Meier die wichtigste Zielgruppe: „Als wir den Bundesverband Veranstaltungssicherheit 2013 gegründet haben, haben wir uns unter anderem zum Ziel gesetzt, Änderungen in der Ausbildung der Veranstaltungsbranche mit Blick auf die Veranstaltungssicherheit zu bewirken.“ Er ergänzt: „Wir müssen gemeinsam in den verschiedenen Ausbildungen ein Wissen und ein Bewusstsein über die Verantwortung, aber auch die Grenzen von Zuständigkeiten, sowie die vielfältigen Ansätze, Aufgaben und Best Practices im höchst individuellen und komplexen Themenfeld der Veranstaltungssicherheit schaffen. Nur so können wir das Ziel erreichen, Veranstaltungssicherheit aus der Ecke des Unklaren und dadurch teilweise als bedrohlich, teuer oder schlicht überflüssig empfundenen Daseins herauszuholen und zum Nutzen aller zur positiven Grundlage gelungener Veranstaltungen zu machen.“  CHRISTIAN FUNK
 

www.bvvs.org
„Veranstaltungssicherheit aus der Ecke des Unklaren herausholen.“
Roland G. Meier, Vorsitzender des BVVS
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