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ÖSTERREICH

Licht-Fabelwesen spricht aus Wasserfall

Österreich setzt mit Corporate Events wie dem 
Multimedia-Spektakel „Water Live“
 international Akzente und räumt Preise ab. In historischen Häusern entstehen Erlebniswelten aus Klang und Licht dank digitaler Tools. Immer weiter digitalisierte Kongresse sind in Wien, Baden, Innsbruck, Bregenz oder Linz längst Routine.

G
old für Österreich und Grasl & Partner in der Königsklasse „Best Corporate Event“: Für die technisch anspruchsvolle Inszenierung des Themas Wasser im Hangar-7 in Salzburg bekam die Wiener Eventagentur in Dublin den Global Event Award 2017 verliehen. Mit 500 Einreichungen aus mehr als 50 Ländern zählt der Wettbewerb zu den wichtigsten der internationalen Veranstaltungsbranche. In weniger als zwei Wochen Konzeption und zwei Monaten Produktion realisierte das Team von Grasl & Partner mit mehr als 500 Mitarbeitern unter anderem eine Willkommens- Nacht, eine Hausmesse und die „The Water Live Gala Show“ für 600 Gäste aus 32 Ländern. Auftraggeber war das Unternehmen BWT, Spezialist für Wasseraufbereitung. Die Eventlocation Hangar 7 befindet sich direkt am Flughafen Salzburg mit entsprechenden Sicherheitsanforderungen. „Water Live“ wurde von der Agentur dramaturgisch als ein noch nie dagewesenes artistisches und multimediales Projekt konzipiert. 30 Artisten, unter anderem vom Cirque de l’Eau, setzten auditive und visuelle Inhalte in Szene. Die Akrobaten schwebten inmitten von Perlwasser-Fontänen und sphärischem Lichtspiel durch die Luft. Im LED-Screen mit 60 Meter Breite war eine speziell für diesen Event konstruierte Türe versteckt, die ein für die Zuschauer unsichtbares Auftreten und Verlassen der Bühne inmitten der bespielten Wand ermöglichte. Die Ouvertüre präsentierte das Element Wasser überall auf der Erde und in all seinen Facetten.



Als visuelles Herzstück der Veranstaltung entwarf Grasl & Partner in zusammen mit den Medientechnik- Spezialisten der Habegger Austria in Wien einen interaktiven „Willkommens-Wasserfall“, in den eine Schauspielerin live projiziert wurde, die individuell aus dem Backstage-Bereich mit den ankommenden Besuchern sprach und zur Interaktion animierte. Die dreidimensionale Bühne stand teilweise unter Wasser und verbarg eine Vielzahl von Wasserdüsen sowie eine wassersprühende Tanzfläche. An der Decke wurde Tragesysteme installiert, um ferngesteuerte „Wasser-Blasen“ zu erzeugen. Dazu kamen mehr als 500 Scheinwerfer und eine Vielzahl von Seilen und Hängepunkte für die Akrobaten sowie individuelle Tischbeleuchtungen. Eine Woche Aufbau und zwei Tage mit intensiven Proben waren erforderlich, um die Galashow aus einem Guss in Szene zu setzen.

Ein Spektakel aus Licht und Projektion bot sich auch in Baden in Niederösterreich. Dorthin verlegten die Veranstalter kurzerhand die Wiener Staatsoper zur Veranstaltung „Austrian Hall of Fame“. Eine Großbildprojektion und Lichtinszenierung ließen das weltbekannte Opernhaus im Festsaal des Congress Casino Baden visuell entstehen. Ursula Winter, zuständig für Sales & Marketing im Congress Casino: „Durch die Digitalisierung hat sich die Anforderung an Technik und auch an das technische Personal komplett gewandelt.“ Doch bereits in der Angebotsphase seien die Anforderungen heute nicht mehr vergleichbar mit jenen aus den Zeiten, als das Faxgerät und der Postbote die wichtigsten Medien im Angebotsprozess waren. Heute erwarte der Kunde in maximal zwei Stunden eine Antwort, oft sogar ein Angebot. „Hier wird die permanente Erreichbarkeit fast vorausgesetzt“, so Ursula Winter.

Ähnliches berichtet auch Andrea Sajben von Steiermark Convention. WLAN und Ipads gehören heute ganz selbstverständlich zum Status Quo in Seminarräumen und Sälen, meint Sajben. „Das Einladungsmanagement hat sich stark modernisiert, beispielsweise mit der Cloud-Nutzung. Bei Veranstaltungen spielt die Digitalisierung in der Steiermark eine große Rolle – Anfragen von Veranstaltern für Tagungshotels, Veranstaltungslocations, Kongresszentren oder Eventagenturen werden vorwiegend in digitaler Form gestellt“, so Sajben weiter. Entsprechend sind auch die Veranstaltungen selbst in vielfacher Form digitalisiert, etwa das „Fifteen Seconds Festival“ in Graz. Die Veranstaltung brachte zuletzt am 15. Und 16. Juni 2016 als „Europas führende Konferenz für Inspiration, Wissenstransfer und Networking“ 3.000 Teilnehmer in die Hauptstadt der Steiermark. Unter den Rednern waren vor einem Jahr Jean-Remy von Matt, der Gründer der Werbeagentur Jung von Matt, und Georg Ziegler, Director of Content von Holiday Check. Der Ticketverkauf für das Festival am 8. und 9. Juni 2017 wird natürlich ausschließlich digital abgewickelt über 
www.tickets.fifteenseconds.co/de.
Es gibt verschiedene Kontingente mit unterschiedlichen Verkaufsphasen und damit zusammenhängenden Preisen. Erstmals verkauften die Veranstalter 2016 so ihre Tickets über Österreich, Deutschland und die Schweiz hinaus im Ausland. „Europas Festival für Vordenker“, wie sich die Konferenz nun nennt, vereint Wirtschaftstreibende, Kreative und Pioniere aus unterschiedlichsten Bereichen und ganz Europa in der Grazer Stadthalle.

Eine so innovative wie interaktive Multimedia- Show war dagegen das Highlight der Verleihung des Austrian Event Award in Linz. 300 Gäste durften mit ihren eigenen Smartphones über einen Link und ihren Browser direkt auf die Leinwand zugreifen und malten dort Gesichter und Formen in selbst definierten Farben. Gleichzeitig boten Tänzer auf der Bühne eine choreografierte Show, die mit den visuellen Effekten auf der Leinwand in Echtzeit synchronisiert wurden. So entstand eine interaktive Show, die digitale Technik und Liveperformance zu einem Gesamtkunstwerk verknüpfte im Design Center Linz. Die Preisverleihung wurde als Green Event zertifiziert und nach den Richtlinien des Österreichischen Umweltzeichens umgesetzt. Die Gewinner wurden aus fast 100 Einreichungen von der Jury ausgewählt. Im nationalen Wettstreit um das beste Konzept hinsichtlich Kreativität und Umsetzung der Vorgaben der Auftraggeber setzten sich 29 Preisträger durch. Auch Andreas Zebisch, Convention Bureau von Oberösterreich Tourismus, profitiert bei Eigenveranstaltungen von digitalem Einladungsmanagement über soziale Medien: „Wir vom Convention Bureau Oberösterreich erreichen zwischenzeitlich eine Quote von rund 50 Prozent über Xing und Facebook.“ Als aktuelles Beispiel nennt Zebisch das am 27. April 2017 veranstaltete Business-Event „Doppelpass“ im Allianz-Fußballstadion in Wien.



Auch die Hofburg Vienna glänzt mit digitaler Inszenierung und Lichtdesign:
Bei der Veranstaltung „Event Horizon“ am 14. und 15. Februar 2017, veranstaltet vom Wiener Austrian Institute of Technology (AIT), rückte eine futuristische Drehbühne ins Zentrum der Inszenierung. Die Effekte im Raum und die Darbietungen auf dem in der Raummitte befindlichen Podium waren synchronisiert. Somit ergab sich ein spezieller Fokus der Gäste auf die neuartig präsentierten Inhalte der Speaker, unterstützt durch das Zusammenspiel von Licht und Architektur, Bild und Botschaft, Sound und Farben. „Die technische Herausforderung war die Übertragung der enormen Datenmengen über Funk“, erklärt Tibor Fehle von Habegger Austria, dem langjährigen Technikpartner der Hofburg Vienna. Alle Kamerasignale, Audiosignale und auch die Bildinhalte der Präsentationen der Speaker mussten über Funk vom Podium in der Mitte des Raumes in die Regie und wieder zurück übertragen werden, da es auf einer Drehbühne keine Möglichkeit der Datenübertragung per Kabel gibt.

„Die Nachfrage und Aufträge zu Virtual und Augmented Reality, Apps, Livestreams sowie interaktive Abstimmungen und Diskussionen steigt“, berichtet Alexandra Kaszay, Geschäftsführerin der Hofburg Vienna. Wer Menschen und Delegierte berühren möchte, müsse überraschen, immer mehr unterstützt durch technische Möglichkeiten auf dem neusten Stand, meint sie. In Echtzeit werden Fragen und Antworten per Ton und Bild um den Globus geschickt und damit die Reichweite von Veranstaltungen deutlich erhöht.
Informationen und Daten werden gesammelt und können live abgerufen werden oder nach dem Event in Ruhe ausgewertet werden. Ein weiterer Trend seien laut Alexandra Kaszay Logo-Loops, die Ausleuchtung der Gala-Tische in unterschiedlichen Farbsegmenten mit LED-Moving-Heads ebenso wie Ambientebeleuchtung mit über 100 LED-Scheinwerfern ermöglichen, mitunter auf Akku-Basis.

Digital unterstützt war auch das Festival „VLOW!2016“ mit 400 Teilnehmern im Festspielhaus Bregenz, hier durch die App „CrowdCompass“ von Cvent.

Die App diente als Kommunikationsplattform für die Teilnehmer untereinander, für die Programm- und Referentenübersicht, speiste aber auch eine Fotowall mit „User Generated Content“. Urs Treuthardt, Geschäftsführer Convention Partner Vorarlberg, sagt: „Die Nachfrage nach digitalen Lösungen ist in jedem Fall gestiegen. Die Teilnehmer sind während der ganzen Veranstaltung online und interagieren untereinander und nach außen. Es steckt sehr viel Potential in dieser Kommunikation. Die Herausforderung für die Veranstalter ist es, dieses Potential auszuschöpfen. Möglichkeiten dafür sehe ich im Einsatz von Apps, Tools wie Slack, und Social Walls auf der Veranstaltung.“



Das digitale Potential reizt die UEG Week 2016 im Austria Center Vienna (ACV) voll aus. Hier wurden im Dienst der angewandten Medizin die innovativsten und zukunftsweisenden Abstracts in E-Poster Lounges präsentiert. Entweder erfolgte dies mit E-Poster-Terminals oder im so genannten „Hotspot“, einem runden und offenen Studio.

Auch der European Congress of Radiology in Wien bietet mit „Voice of EPOS“, Electronic Poster Sessions, den Delegierten im ACV eine digital unterstützte Bühne. um ihre Forschungserkenntnisse zu präsentieren. So wird der Schritt vom bisher statischen Poster hin zu einer direkten Interaktion zwischen Verfasser und Zuhörer möglich. Die Vorträge können bei diesem Kongress sogar in der eigenen Muttersprache gehalten werden dank entsprechenden Dolmetschkapazitäten.

Beide Kongresse ermöglichen dank Webstreams und zeitnaher Videoproduktion eine effektive Onlineteilnahme auch vom heimischen Schreibtisch aus. Die UEG Week im Oktober 2016 zählte zum Beispiel 1.320 User, die nicht beim Kongress vor Ort registriert waren, neben den rund 13.000 Delegierten in Wien. Beim Radiologenkongress ECR 2016 wurden ebenfalls alle Hauptvorträge in Echtzeit per Webstream auf die Plattform „ECR Live“ übertragen und im Internet „on demand“ kostenlos zur Verfügung gestellt. Eine Social-Media-Wall mit Verknüpfungen zu den wichtigsten sozialen Netzwerken ermöglichen die aktive Partizipation und Interaktion der Teilnehmer zu Hause vor den Bildschirmen mit Sprechern und der Community beim Kongress in Wien.

Der „EAS 2016”, europäischer Kongress für Herz- Kreislauf-Medizin im Congress Innsbruck, ist mit den Wiener Megakongressen in digitaler Hinsicht auf Augenhöhe. Der Besucherzutritt erfolgt auch in Innsbruck komplett über ein digitales Online-Zutrittssystem, das die 2.000 Delegierten vom 29. Mai bis 1. Juni 2016 automatisch erfasste. So eingelassen, diskutierten führende Wissenschaftler vor allem über die Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, unter ihnen Nobelpreisträger Michael S. Brown aus den USA. Die Mediziner und Experten forderten dem Kongresszentrum und seinen Mitarbeitern in Plenarsessions und Workshops alles ab, insbesondere auch im technischen Bereich wie zum Beispiel bei den moderierten Postersessions. Digitale Tools und Technik sind da nicht mehr wegzudenken, wie Sabrina Guggenberger betont, Vertrieb Gastveranstaltung & Marketing. Der Kongress European Atherosclerosis Society (EAS) vernetzte durch eine komplexe Videoregie die bespielten Säle miteinander. Virtuelle Netzwerke werden über ein Glasfasersystem verteilt, so dass mehrere Netzwerke auf kurzem Wege zur Verfügung stehen, während sich Verkabelungen auf ein Minimum reduzierten. Sabrina Guggenberger stellt fest: „Früher musste beispielsweise in der Tontechnik für jeden Effekt ein eigenes Gerät zusätzlich zum Tonmischpult aufgebaut werden, bis zu zehn Zuspielgeräte waren keine Seltenheit, heute ersetzt dies ein digitales Mischpult.“ Je nach Anforderung könne das klangliche Raumsetup einfach geändert werden, da dieses digital in den Verstärkern der Tonanlage gespeichert werden kann.



„Die digitale Adaption in der MICE-Branche findet immer mehr statt, es ist ein ständiger Entwicklungsprozess, der auch notwendig ist. Noch ist die Digitalisierung in der MICE-Branche aber keine flächendeckende Selbstverständlichkeit“, meint Veronika Handl, Leiterin des Convention Bureau Tirol. Sie spricht für die technische Entwicklung am Standort und seiner Dienstleister und Häuser im Kongressund Eventbereich insgesamt, wenn sie sagt: „In der Kundenbindung stellen wir fest, dass der MICEMarkt generell immer noch sehr stark über persönliche Kontakte funktioniert. Die Kombination einer digitalen Strategie in Kombination mit einem persönlichen Netzwerk, eine Ausgewogenheit von Onund Offline-Maßnahmen ist hier die Kunst. Sowohl auf Anbieter- als auch auf Kundenseite ist die größte Herausforderung, auf alle Bedürfnisse gleichermaßen eingehen zu können.“

Vom 16. August bis 1. September 2017 lockt das Europäische Forum Alpbach mit 200 Plenardiskussionen und Breakout-Sessions zum Generalthema „Konflikt & Kooperation“ in die Tiroler Alpen. Im Vorjahr kamen 5.340 Teilnehmer ins frisch erweiterte Congress Centrum Alpbach (CCA) und damit ins „österreichische Davos“, wie Alpbach immer häufiger genannt wird. Seinen Beinamen „Dorf der Denker“ hat sich Alpbach bereits seit 1945 verdient, als erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg eine Gruppe aus Wissenschaftlern und Intellektuellen in der Abgeschiedenheit der Alpen zusammenkam, um gemeinsam über eine friedlichere Zukunft für den verwüsteten Kontinent nachzudenken. 2016 hielt der EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker eine Festrede zur Eröffnung der neu hinzugekommenen Räumlichkeiten. 1999 war das Forum ins damals neu erbaute Congress Centrum Alpbach, das sich mit seiner charakteristischen Glasspirale als Gebäude- Mittelpunkt seither an den Berghang schmiegt und größtenteils unter dessen Grasnarbe versteckt liegt. Für Georg Hechenblaikner, Geschäftsführer des Congress Centrum Alpbach, ist der Zugewinn an Flexibilität und Breakout-Möglichkeiten durch die 2016 eingeweihte Erweiterung in der Vermarktung ein ganz wichtiges Pfund. Verschiebbare Trennwandsysteme ermöglichen eine multifunktionale Bespielbarkeit, von einer Plenarveranstaltung mit 750 Personen bis zu einer Gala mit 500 Personen in einem Saal oder einer fachbegleitenden Ausstellung mit mehr als 1.200 Quadratmetern Fläche. Die Nachfrage ist stark, ein Unternehmen für den Direktvertrieb von Gesundheitsprodukten blockt das gesamte Gebäude für eine volle Woche im September 2017.



Das Kongresszentrum ist akustisch durch die Erweiterung in die europäische Oberklasse aufgestiegen. So können Veranstalter im neuen Plenarsaal audiovisuell alle Register ziehen.
Das 3DAkustiksurroundsystem wird erstmals überhaupt in einem Kongresssaal eingesetzt. Klangmuster lassen sich so automatisiert einspielen oder verschiedene Akustiksituationen simulieren, damit Musik etwa klingt wie in einem Dom. Referenten, die überziehen, bekommen auf Wunsch den Sound einer Fliege eingespielt, der dezent mahnt, zum Ende des Vortrags zu kommen, wie Georg Hechenblaikner verschmitzt lächelnd erklärt. „Das erweiterte Congress Centrum Alpbach steht für modernste Technik bei Licht-, Ton-, Video- und Dolmetsch-Anlagen. Am Beispiel Akustik: Was darf es sein? Konzerthaus, Oper oder Dom?“ Das Akustikkonzept erlaube mittels neuartiger Software und Hardware, die Raumakustik in vielen hörbaren Nuancen zu steuern. Das „Active Acoustics System“ des CCA simuliert das Akustikerlebnis der weltbesten Konzerthäuser und zählt damit zu den modernsten Anlagen in Europa. Seiner Vorreiterrolle als Green-Meeting-Anbieter bleibt das CCA auch im neu eröffneten Gebäude treu. „Nachhaltiger Tagungstourismus war in Alpbach noch nie ein leeres Versprechen und auch mit der baulichen Erweiterung ist dieses ehrliche Bekenntnis sicht- und überall spürbar“, sagt Georg Hechenblaikner. Gebaut wurde nach ökologischen Kriterien, die alle Technologieund Komfortansprüche von Veranstaltern und Gästen erfüllen. Hohe Energieeffizienz mit modernster Gebäudetechnik, eine geothermisch gespeiste Wärmepumpe für Heizung und Kühlung, Spitzenlastabdeckung mit Pellets, eine Fassade mit integrierten Photovoltaikpanelen und Strom zu hundert Prozent aus regionalen Kleinkraftwerken.

Im Frühjahr 2017 und 2018 steht das komplette Haus der Unicef-Kinderhilfe mit jeweils 350 Teilnehmern zur Verfügung. Vorgesehen ist eine parlamentarische Bestuhlung und Anordnung, die im alten Plenum mit dieser Personenzahl unmöglich gewesen wäre. Die Technik im Bestand wurde zudem der im Neubau angeglichen. Dezente Zurückhaltung mit einer elegant in die Berg-Topographie eingefügten Fassade bei Offenheit zum Dorf hin prägen die Architektur. Franz Fischler, Präsident des Europäischen Forums Alpbachs, sagt dementsprechend: Dies soll „kein Bau sein, in den wir uns zurückziehen, kein elitärer Tempel“. Vielmehr müssten das Europäische Forum und das frisch erweiterte Congress Centrum auf die Menschen zugehen, „um sie von unseren Ideen zu überzeugen“ – Digitalisierung hin oder her.  FRANK WEWODA
 

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„Eine Ausgewogenheit von On- und Offline-Maßnahmen ist die Kunst.“
Veronika Handl,
Convention Bureau Tirol

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Veronika Handl, Leiterin des Convention Bureau Tirol, setzt auf die Kombination von Netzwerk und digitalen Tools.

FOTO: CBT

Das „Active Acoustics System“ in Alpbach kann digital für eine Klangkulisse sorgen wie in Dom oder Opernhaus.

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