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ROADSHOW

Locker, lässig, rheinländisch

Event Destinations schickt rund 190 Veranstaltungsplaner bei der „Meet NRW Tour & Destination Roadshow“ durch Köln und Bonn. Auf Unwägbarkeiten wie eine Evakuierung aus dem Stadion reagiert man rheinländisch gelassen.

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er Alarm erklingt schrill, die Lautstärke ist ohrenbetäubend. „Bitte verlassen Sie umgehend das Stadion“, ertönt eine mechanische Stimme aus den Boxen. Weil der Bus der Meet Cologne Tour mit seiner Antenne gerade eine Sprinkleranlage in den Katakomben des Rheinenergiestadions abgefahren hat und Wasser fließt, muss die Heimspielstätte des 1. FC Köln evakuiert werden. Die rund 70 Teilnehmer der Bustour werden gerade begrüßt, als sie das Stadion schon wieder verlassen müssen. Auf dem Vorplatz sehen sie, wie die Feuerwehr mit neun Löschzügen anrückt. Ein klassischer Icebreaker und ein einprägsames Ereignis für die Tourteilnehmer. Die Organisatoren und die Mitarbeiter des Stadions reagieren mit rheinländischer Gelassenheit: „Et kütt wie et kütt“ – Busfahrer Ingo sieht das sicher anders.

Die Veranstalter von Event Destinations geben bei der „Meet NRW Tour & Destination Roadshow“ einen umfassenden Überblick über Locations, Eventdienstleister und Meetingmöglichkeiten in Köln und Bonn. Das Paket: Die Bustour Meet Cologne sowie die Destination Roadshow in Form einer Ausstellung am Abend des 29. März 2017 und eine Tour durch Bonn am darauffolgenden Tag. Insgesamt gingen 190 Anmeldungen für Meet NRW ein. Auf der Kölner Agenda stehen Locations wie das Rheinschiff MS Loreley, Zoo Event, Up Cologne, die Design Offices Köln Gereon oder eben das Rheinenergiestadion. Bei der Roadshow in der Wassermannhalle stellen sich über 30 Locations und Dienstleister vor und in Bonn werfen die Teilnehmer einen Blick in das World Conference Center, die MS RheinFantasie, das La Redoute oder den Indoor-Camping-Platz BaseCamp.

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Die Teilnehmer der Meet Cologne Tour vor dem Dom.
FOTO: EVENT DESTINATIONS

Ein strammes Programm, das sich aber lohnt, wie Heike Thierfeld, Regional Relationship Manager bei IBM Deutschland findet: „Ich kann diese Tour empfehlen. Man bekommt in kürzester Zeit einen sehr guten Einblick und kann sich austauschen.“ Thierfeld bringt sich in puncto Locations auf den neuesten Stand „In meinem Job bin ich neben meiner eigenen lokalen Eventplanung auch Ansprechpartner für Kollegen aus ganz Deutschland, die nach Event-Lokationen in NRW fragen. Ich empfehle nichts, was ich nicht persönlich gesehen habe.“

Als neues Gesicht steht Tanja Schramm im Fokus: Seit Oktober 2016 ist Event Destinations eine GmbH und die neue Geschäftsführerin löst Gründerin Anne Hahn an vorderster Front ab. Hahn ist seither auf eigenen Wunsch verstärkt im Business Development tätig. Schramm erklärt, wie sich das Unternehmen weiter entwickeln möchte: „Wir wollen mehr als Netzwerk auftreten und wahrgenommen werden.“ Im Moment tüftelt das Unternehmen daran, eine Plattform für Planer, Locations und Dienstleister zu entwickeln. „Der Austausch soll das ganze Jahr über stattfinden – daran arbeiten wir intensiv.“

Auch das Format der Touren soll sich weiter entwickeln: „Wir wollen künftig verstärkt das Augenmerk auf die Eigenschaften und Besonderheiten der jeweiligen Destination legen“, so Schramm. Das Konzept für den Tag in Köln wurde in gemeinschaftlicher Arbeit mit der Agentur Intercom und dem Cologne Convention Bureau (CCB) erarbeitet.

„Uns war es wichtig, dem Ganzen eine Kölner Note zu geben, unsere Sicht und Erfahrung der Szene miteinzubringen“, erklärt Christian Woronka, Leiter des CCB, sein Engagement. „Ich habe großen Respekt vor den Teilnehmern, die sich den ganzen Tag schulen wollen.“ Woronka hat vor allem konzeptionell mitgearbeitet: Um den Tag möglichst kurzweilig zu gestalten, wurde das Programm unter das Motto „Von urban bis digital“ gestellt. Das betraf genauso die Auswahl „urbaner“ Locations wie Up Cologne oder Design Offices, wie auch Streetfood und das abendliche Rahmenprogramm mit der Keynote „Digitalisierung der Eventbranche“ oder einer digitalen Graffiti-Session. „Uns war eine gewisse Authentizität wichtig.“ So wie beim Umgang mit einem Wasserschaden. Typisch kölsch eben.  CHRISTIAN FUNK
 

www.event-destinations.com

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