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FRAUEN IN DER TAGUNGSWIRTSCHAFT

Ermannt euch!

Zwei Entwicklungen fördern die Emanzipation von Frauen in Europa: Diversität und demografischer Wandel. Wie für alle Branchen gilt: Die Konferenzwirtschaft wird weiblicher. Frauen sitzen mit am Verhandlungstisch, auf dem Podium und im Plenum.

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atürlich müssen Frauen weniger verdienen als Männer, weil sie schwächer sind, sie kleiner sind, sie weniger intelligent sind“, argumentiert Janusz Korwin-Mikke bei einer Debatte im Europäischen Parlament am 1. März 2017 zum Thema „Gender Pay Gap“. Nach einem Aufschrei in Straßburg und den sozialen Medien wird der 74-jährige Vorsitzende der polnischen Partei Wolnosc suspendiert. „Wir werden solch ein Verhalten nicht tolerieren”, verkündet Antonio Tajani nach dem Vorfall. Der Präsident des Europäischen Parlaments verdeutlicht: „Mit der Beleidigung aller Frauen verachtet Korwin-Mikke unsere grundlegendsten Werte.“

Diese Grundwerte werden aber auch außerhalb des Parlamentsgebäudes verletzt: Im Durchschnitt verdienen Frauen in den 28 Mitgliedsländern der EU für dieselbe Arbeit 16,3% weniger als Männer. Die 
größten Gehaltsunterschiede
 existieren in Estland mit 26,9%, Tschechien (22,5%) und Deutschland (22%), die kleinsten in Italien und Luxemburg mit 5,5% sowie Rumänien (5,8 %).

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Gelebte Gleichberechtigung: Auf Deutschlands digitaler Leitkonferenz, der re:publica in Berlin, sind 49% der 8.000 Teilnehmer weiblich und 46% der 770 Redner.
FOTO: RE:PUBLICA, GREGOR FISCHER (CC BY-SA 2.0)

Berufstätige Frauen arbeiten folglich bis zum „Equal Pay Day“ ohne Lohn. Erst danach bekommen sie Geld für ihre erbrachte Leistung, wenn sie bis Jahresende den gleichen Stundenlohn wie Männer erhielten. Selbst wenn Frauen sich oftmals für schlechter bezahlte Berufe und Branchen entscheiden und seltener Leitungsfunktionen bekleiden, werden sie schlechter bezahlt. In Deutschland fällt der „Equal Pay Day“ auf den 18. März, in den USA auf den 12. April. Diese Ungerechtigkeit ruft Frauen wie Allison Summers auf den Plan. Die ehemalige Geschäftsführerin des Weltverbands Site (Society of Travel and Incentive Executives) und der Site International Foundation ist jetzt Executive Director von Zonta International und setzt sich mit weiblichen Führungskräften für die Verbesserung der Lebenssituation von Frauen ein. Das tut sie, indem sie dem Launch der „Platform of Champions“ zur Abschaffung des Global Gender Pay Gaps der United Nations in New York beiwohnt (siehe Interview).

UN-Generalsekretär António Guterres wendet sich zum Internationalen Frauentag per Video auf Facebook an die Welt: „Als UN-Generalsekretär bekenne ich mich zu 100% zu weiblicher Führung und Geschlechtergleichheit... Ohne die Beteiligung von Frauen und Mädchen können wir keines unserer Ziele erreichen.“ Engagiert ruft UN Women mit ihrer Kampagne „#HeForShe“ alle auf, sich als „Agents of Change“ für die Gleichstellung der Geschlechter stark zu machen und beruft „10x10x10“-Fürsprecher: Zehn Unternehmen, Universitäten und Regierungen. Unter den Unternehmen wie Tupperware und Twitter ist 
AccorHotels
. Der Hotelkonzern sagt zu, sich für Geschlechterparität in Management und Gehalt einzusetzen oder konkret: für 35% weibliche Hotelmanager. Zum Weltfrauentag verpflichtet sich auch die Rezidor Hotel Group.


Präsident. CEO Wolfgang M. Neumann versichert: „Wir verpflichten uns, die Zahl der weiblichen Führungskräfte zu verdoppeln und die Paradigmen einer männlich dominierten Hospitality-Industrie zu verschieben.“

Nicht nur das Bewusstsein für CSR und Diversität sowie demografischen Wandel mit Nachwuchssorgen setzen die Hoteliers in Bewegung,
sondern der Anteil an weiblichen Gästen: Er wächst. Die H-Hotels reagieren mit dem Netzwerk „Ladies’ Business Club“, die Leonardo Royal Hotels mit „women-friendly rooms“. Diese zeichnen sich u.a. durch Sicherheit aus. Die Zimmer mit Türspion und Sicherheitsschloss liegen auf einer Etage, den Room-Service übernehmen Frauen. Pate standen weibliche Travelmanager und Reisende. Für die frauenfreundlichen Zimmer bekommt Sandra Dreher, Vice President Sales & Marketing Europe bei Leonardo Hotels, nur positives Feedback. „Aufgrund der hohen Nachfrage wird es auch in unserem neuen Lifestyle Hotel NYX Milan Frauenzimmer geben, da die Anzahl der weiblichen Reisenden in Italien ebenfalls sehr hoch ist.“

„Feminisierung“ nennt diese Entwicklung der Forschungsverbund aus dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, German Convention Bureau (GCB) und Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren (EVVC). Ihre Studie „Future Meeting Space“ veranschaulicht das mit der typischen Delegierten 2030: Xiaomeng, selbstständig, weiblich, 58 Jahre, Single, geboren in China, lebt in New York. Dem Zeitgeist entsprechend fordert das Netzwerk 
„Speakerinnen.org“
 mehr Frauen auf der Bühne und veröffentlicht eine Statistik zur Geschlechterverteilung unter Vortragenden: Unter den 18.697 Rednern auf den gezählten 395 Tagungen waren 4.813 Frauen – gleich 25,74 Prozent. Manche Konferenzen kommen ganz ohne Rednerinnen aus: „Newconomy – Was können Jung und Alt voneinander lernen?“ vom Wirtschaftsrat der CDU e.V. Hamburg (100% Männer) und „Effizient Erneuerbar: Was jetzt zum Gelingen einer Erneuerbaren Wärmewende getan werden muss“ vom Bundesverband Erneuerbare Energie (100% Männer).



“YOUR CAREER IS ONLY AS GOOD AS YOUR COMMUNITY”

FOTO: ALLISON SUMMERS
FOTO: ALLISON SUMMERS
Allison Summers is Executive Director at Zonta International, a global organization of professionals empowering women through service and advocacy. Before, she managed Site (Society of Travel and Incentive Executives) and Site International Foundation.

tw: From your observation: Is the meeting industry better or worse than other sectors regarding the equality of men and women in the working place?
Allison Summers: The meetings industry is certainly better off than other sectors in terms of its progress towards equality. Achieving equality takes many phases of evolution with the first phase being presence. When I first stepped onto the tradeshow floor for a booth installation it was in the late 80’s and it could take hours for me to run into another woman. That is certainly not the case today. The meetings industry simply couldn’t be the leading edge place that it is without women involved. After presence, the next phase is the inclusion of women in decision-making positions. Today, we can look across the MICE sector and identify many remarkable women in leadership roles. The next phase is parity – equal respect supported by equal opportunity and pay. I am not sure the industry is fully there yet.

Women in the meetings industry want to be equally compensated, but it doesn’t happen yet. Why?
First, we must do away with asking for salary histories and pay people for what the job is worth. The next is employers and HR teams have got to ensure that they are doing transparent salary reviews and know that, whether it is legal or not, people are talking about salaries. Women have to be armed with the facts on what work is worth and be willing to stand up and ask for the pay or be willing to make a move to get the money. I have watched many female counterparts over the years feel too intimidated to ask for the money or too loyal to leave a company even when they know higher wages wait for them somewhere else. Also, women have to get out and network to be at the top of mind when new opportunities come up as we all know this is a referral economy. Sorry, there is not a simple answer here, but no one can sit in the same place doing the same thing and expect change. Change doesn’t happen that way.

How did you make it to the top as Managing Director of Site and now Executive Director at Zonta International?
My early career was rather accidental but I had a boss who said to me that if I wanted to get ahead I had to learn the business and in the meetings space the business was out in the field. The work we do, the clients we serve, the money we spend, the money we earn so on is alive and real when you stand in the middle of a convention center. Next was understanding that your career is only as good as your community – essentially that your net worth is derived from your network. I can’t stress enough to young professionals how important nurturing connections are as they are an extension of you and become your personal brand champions. Finally, I have taken many risks in my career. I once moved from Chicago to Boston as a single mom to pursue being a member a global meetings management team and in turn that move gave me a significant salary jump which led to my next evolution. Then after 20 years in experiential marketing, tradeshows and events I chose to evolve again and took a leap to the non-profit management side. But the initial step to Site was not easy and took learning a new way of doing business, becoming adept at international and volunteer relationships and a willingness to get out of the office and travel to the other side of the world while my then three kids were at home (and this was before Skype and other tech that keeps us in touch today). So with the learning, friendships and risks I also packed a whole lot of patience and sense of humor along the way.

Which advice in three hashtags would you give to women, who wish to pursue a career in the meeting industry?
#Takerisks, #Lovemeetings, #Thoughtsbecomethings.  

KERSTIN WÜNSCH

https://www.zonta.org



Gleichberechtigung lebt Deutschlands digitale Leitkonferenz, die re:publica in Berlin. Von den 770 Rednern sind 46% weiblich, von den 8.000 Teilnehmern 49%. Den stark steigenden Anteil weiblicher Kongressgäste in Wien bestätigt Christian Mutschlechner. 44% waren es 2015, weiß der Leiter des Vienna Convention Bureaus, 2010 schon 34% und 1991 nur 21%. „Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend fortsetzt, und das erfordert wiederum auch infrastrukturelle Maßnahmen bei Tagungseinrichtungen und -services – von der Anzahl bzw. Aufteilung der Hygieneräume über die Raumtemperatur bis zum Catering“, resümiert er. Das sieht Dr. Susanne Baumann-Söllner als Vorstand des Austria Center Vienna (ACV) selbst. „Wir sehen, wie sich die Struktur und damit auch die Anforderungen der Kongressteilnehmern zusehends ändern. Mittlerweile liegt der Frauenanteil – insbesondere aus den Generationen X und Y – bei internationalen Kongressen bei 44%, bei einigen Kongressen im Austria Center Vienna sogar bei rund 50%.“

„Lade drei Unternehmerinnen oder weibliche Führungskräfte zum Web Summit 2017 ein und spare 90% des Ticketpreises”, lockt der Web Summit auf Facebook im Sinne eines ausgeglichenen Verhältnisses der Geschlechter. Von den 53.000 Teilnehmern, die 2016 zum Web Summit nach Lissabon kamen, reisten 10.000 Frauen mit einem subventionierten Ticket an. Für die Veranstalter ein Erfolg. Carina Bauer gefällt das. Auf ihrer Fachmesse Imex sind fast die Hälfte Besucherinnen. Der CEO der IMEX Group lädt 2017 weibliche Führungskräfte von der Bank of America Merrill Lynch, der Lego Group oder Estée als Expertinnen oder Teilnehmerinnen zur Konferenz „Exclusively Corporate at IMEX“ ein. „Es gibt viele außergewöhnliche Frauen in allen Bereichen der Veranstaltungsbranche – auf der ganzen Welt. Es fühlt sich gut an und ist der richtige Zeitpunkt, dass wir diesen Frauen, ihrem großen Einsatz und ihren Errungenschaften eine Plattform geben“, begründet Bauer den Schritt und geht mit gutem Beispiel voran. „In unserem Unternehmen sind drei Viertel der Mitarbeiter und 70% unserer Führungskräfte weiblich. Insofern wissen wir, wovon wir sprechen und kennen die Herausforderungen, denen sich weibliche Fachund Führungskräfte sowie Firmen stellen müssen!“

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Antje Münsterberg: Warum schaffen es nicht mehr Frauen in die Geschäftsführung?
FOTO: EVVC

Das weiß auch Marianne de Raay. Die Generalsekretärin der AIPC (Association of international Convention Centers) steht in Kontakt mit Kongresshausherrinnen in aller Welt wie Anja Stas in Antwerpen, Claudia-Marie Delius-Fisher in Frankfurt, Monica Lee-Muller in Hong Kong, Handan Boyce in Istanbul oder Nina Kressler in Ottawa. „Ich habe 51 Geschäftsführerinnen in 180 AIPC-Mitgliedshäusern gezählt”, informiert de Raay. Inwiefern sich der Anteil von 28 Prozent in den letzten Jahren verändert hat, kann sie nicht sagen. Dieser Anteil halbiert sich jedoch im siebenköpfigen Vorstand mit nur einer Frau: Julie-May Ellingson, CEO des Cape Town International Convention Centre. Geoff Donaghy plädiert als AIPC-Präsident und Chef des International Convention Centre Sydney (ICC) für Diversität im Verband und im eigenen Veranstaltungszentrum. Donaghy ist überzeugt: „Das ICC Sydney setzt sich für Vielfalt beim Personal ein. Nur ein Arbeitgeber, der Menschen mit verschiedenen Sichtweisen für sich gewinnt, wird innovativ und produktiv sein.“

Antje Münsterberg hat auch nachgerechnet. Die Pressesprecherin des Europäischen Verbands der Veranstaltungs-Centren kommt in 339 Betrieben auf 93 Chefinnen. Das entspricht einem Anteil von 27% und fast einer Verdopplung in den letzten zehn Jahren. Jedoch sinkt dieser mit der Größe des Häuser: In der Arbeitsgruppe I (AG) bis 1.200 Sitzplätze haben zu 35% Frauen die Leitung wie Britta Keusch in Bad Sassendorf und Ulrike Köppel in Weimar, in AG II bis 4.000 Sitzplätze sind es noch 21% wie mit Kristina Wulf in Aachen und Petra Roser in Reutlingen, in AG III über 4.000 Sitzplätze nur 16%. Namen sind u.a. Britta Wirtz in Karlsruhe, Dr. Ursula Paschke in Münster und Sabine Loos in Dortmund. „Ich finde das ganz schön beachtlich“, so Münsterberg. Diese Entwicklung bestätigt ihren Eindruck, dass die EVVC-Hauptversammlungen weiblicher werden. Erst recht, wenn sich 2018 Vize-Präsidentin Ilona Jarabek, Geschäftsführerin der Lübecker Musik- und Kongresshalle, zur Wahl stellt, um Präsident Joachim König abzulösen.



Als Personalverantwortliche bei Mainzplus Citymarketing macht Münsterberg noch eine andere Beobachtung: „Für die Ausbildung zum/r Veranstaltungskaufmann/-kauffrau bewerben sich überwiegend Frauen mit einem Anteil von schätzungsweise 90%“. Aus Gesprächen weiß sie, dass die Projektleitung im Bereich „Mainz Congress“ mit den Kongresshäusern Rheingoldhalle, Kurfürstliches Schloss und Frankfurter Hof wie in vielen anderen Veranstaltungszentren ausschließlich mit Frauen besetzt ist. Wie viele ihrer Geschlechtsgenossinnen will Antje Münsterberg wissen: „Warum schaffen bundesweit nicht mehr Frauen den Sprung in die Geschäftsführung?“ Sicher nicht, weil sie schwächer, kleiner und weniger intelligent als Männer wären...  KERSTIN WÜNSCH
 

www.heforshe.org/enwww.speakerinnen.org

Die Meetingwirtschaft in der Schweiz ist doch weiblich, oder?

FOTO: EMEX MANAGEMENT
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Ewa Ming, Inhaberin und Gründerin Celebration Point, CEO der Suisse Emex und Initiatorin Digital Summit für KMU

Ja und wie! Weibliche Persönlichkeiten dominieren die Schweizer Event- und Meetingbranche primär in den kreativ organisatorischen Bereichen. Vor allem das Eventmanagement, wo es heute darum geht, aus Ereignissen bleibende Erlebnisse zu kreieren und damit alle Sinne zu wecken, wird von Frauen geprägt. Positionen in der Marketing-, Agentur- oder Geschäftsleitung oder die Hoteldirektion werden nach wie vor überwiegend von Männern besetzt. Auch weil sich die Branche mit Dienstleistern aus unterschiedlichen Bereichen zusammensetzt, bleibt der MICE-Sektor hierzulande bunt gemischt.
FOTO: CONGRESS CENTER BASEL
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Letizia Elia, Deputy Managing Director Congress Center Basel

Auch in der Schweiz sind weibliche Führungskräfte noch immer in der Unterzahl. Ich persönlich schaue aber positiv in die Zukunft und erkenne bei vorhandener Leistungsbereitschaft und Eignung viele erfreuliche Zeichen. Mein Arbeitgeber, die MCH Messe Basel, bei der ich seit zehn Jahren tätig bin, hat mir bereits in meiner damaligen Funktion als Manager Business Development die Möglichkeit gegeben, an einem Internationalen Management Austauschprogramm in Shanghai teilzunehmen. Weiter wurde ich bei meinem zweijährigen MBA Studiengang unterstützt. Heute bin ich stellvertretende Leiterin des Congress Center Basel und mit Mitte dreißig für zwei Bereiche mit zehn Mitarbeitern verantwortlich.
FOTO: SCIB
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Barbra Albrecht, Leiterin Switzerland Convention & Incentive Bureau (SCIB), Mitglied der Geschäftsleitung Schweiz Tourismus

Weiblich oder männlich – Ist das wirklich wichtig? Ist eine Karriere oder beruflich erfüllende Tätigkeit neben Kindererziehung, Haushalt und Partnerschaft möglich? Kann Frau oder Mann es sich heute überhaupt leisten, während 15 oder mehr Jahren ausschließlich auf Familie und Haushalt zu setzen? Während einer gewissen Zeit Pensum und möglicherweise Verantwortung reduzieren, das ist heute in praktisch allen Branchen machbar, auch in der Meetingwirtschaft. In der Schweiz scheint mir die Branche sehr gut durchmischt, vielleicht noch nicht auf oberster Führungsebene. Diese könnte noch weiblicher werden, aber muss sie das? Möglich wäre es auf jeden Fall.
„Der Anteil an Frauen bei internationalen Kongressen liegt bei 44%, bei einigen Kongressen im ACV sogar bei 50%.“
Dr. Susanne Baumann-Söllner,
Vorstand Austria Center Vienna (ACV)
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