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FRAUEN VERBINDEN

„Netzwerken ist unser Kerngeschäft“

Im Jahr 2014 feierte die Messe München ihr 50-jähriges Jubiläum, im 51. Jahr des Bestehens, schafft es eine Frau ins Führungsgremium des Unternehmens. Dort kümmert sich Monika Dech nicht nur um Locations, Marketing und Messeservice. Sie sorgt dafür, quasi nebenbei, dass sich Frauen verbinden in einer Art Managerinnen-Netzwerk.

„W
ir verbinden Menschen“, antwortet Monika Dech auf die Frage, was eine Messegesellschaft tut, „und wir verbinden Menschen und Branchen. Netzwerken ist unser Kerngeschäft. Wir bringen nicht nur Angebot und Nachfrage zusammen, Unternehmen und Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, sondern in erster Linie Menschen und deren Ideen.“ Die Initiative „Frauen verbinden” ist denn für sie auch nur eine Fortsetzung der Unternehmensaufgabe. „Wir nutzen die Kontakte der Messe München und verbinden sie mit unseren persönlichen Netzwerken.“ Ihr Ziel ist es, für Frauen aus all diesen Bereichen eine Plattform schaffen, um sich themenübergreifend zu vernetzen und sich gegenseitig zu stärken. Für Monika Dech eine Herzensangelegenheit. Was launig mit einer Wies’n-Einladung begann, ist inzwischen ein gut funktionierendes System auf Top-Ebene. Rund 500 Frauen sind derzeit in dem Netzwerk organisiert, das von ihr und der Unternehmerin Margit Dittrich gegründet wurde.

Diese Initiative hat besonderen Charme. Der Reiz von Frauen verbinden ist, dass jede ihre Branchenkreise verlassen muss, raus aus dem „Inner Circle“. „Wir wollen voneinander lernen und einander stärken, uns inspirieren, über den eigenen Tellerrand unserer Branchen schauen und uns themenübergreifend austauschen.“ Der Blick über den Tellerrand ist Teil der DNA der Messe München – und von Frauen verbinden. Und so hat die Initiative große Relevanz für die Messegesellschaft. Sie zeigt eine andere Facette des Unternehmens: Sie zahlt ein auf das Image des Unternehmens, das sich darüber hinaus als attraktiver Arbeitgeber für Frauen positionieren kann. Mit dem Engagement der stellvertretenden Geschäftsführerin Monika Dech bekommt die Messe München ein zusätzliches Gesicht.

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Monika Dech studierte Jura und kam bereits kurz nach dem zweiten Staatsexamen, 1990, zur Messe München.
FOTO: MESSE MÜNCHEN

Die regelmäßigen Netzwerktreffen stoßen auf breite Resonanz. Bis zu 150 Teilnehmerinnen folgen den Einladungen der beiden Gründerinnen, die bei der Messe München, in den Unternehmen der Mitglieder oder an anderen spannenden Orten stattfinden. „Und bei jedem Treffen herrscht so eine ganz besondere Atmosphäre. Das Engagement für und die Freude an „ihr“ respektive „ihrem“ Unternehmen ist bei jeder Frau zu spüren“, begeistert sich Monika Dech für diese Termine. „Es gibt nach wie vor zu wenige solcher Netzwerke, in denen sich Frauen in Führungspositionen auf Augenhöhe zu den unterschiedlichsten Themen und branchenübergreifend austauschen können.“

Der Austausch ist vielschichtig. Es geht dort ebenso um gemeinsame neue Ideen, darum, wie man Frauen fördern und sichtbar machen kann, um Vorbilder oder auch einfach um den Austausch von Erfahrungen als Frau im Berufsleben. Jede Frau kann aus dem Netzwerk Nutzen ziehen, bestätigt Monika Dech eigene Erfahrungen.

Wichtig für sie ist der achtsame Umgang mit Mitarbeitern und auch Kunden. Ihre Überzeugung, sagt sie, habe mit Menschen zu tun, mit Haltung, mit Führung. „Sonst wäre ich nicht da, wo ich bin.“ Das positive Menschenbild habe sie geprägt. „Menschen sind deutlich leistungsbereiter, wenn man sie ernst nimmt. Das letzte Körnchen gibst Du nur, wenn Du als Mensch gewertschätzt wirst.“ Für Dech, die sich von der Projektleiterin zur stellvertretenden Geschäftsführerin entwickelt hat, ist das ein wichtiger Punkt, wenn nicht gar DER Punkt.

WOMEN IN EXHIBITIONS NETWORK: GENERATING A VOICE

Oana Cipca is Business Development Manager- International Exhibitions at MECC Maastricht. She founded the „Women in Exhibitions Network“ in November 2017. She can be contacted at o.cipca@ mecc.nl.FOTO: MECC
Oana Cipca is Business Development Manager- International Exhibitions at MECC Maastricht. She founded the „Women in Exhibitions Network“ in November 2017. She can be contacted at o.cipca@ mecc.nl.
FOTO: MECC
Women in the exhibition industry have a lot to say, thinks Oana Cipca. To give them a stronger voice, she founded the 
Women in Exhibitions Network
.

You founded the “Women in Exhibitions Network” that had its first meeting in March. What was the trigger for you to start the network?
Women continue to be under-represented in senior positions in many fields. They make up nearly half of the workforce in the EU, yet we are not there, we are invisible. I realized during the Ufi congress in South Africa last year, how many men represent their companies in boards at Ufi and almost all speakers at the congress were men. It can’t be that women in our industry have nothing to say. I engaged in some discussions with the women present at the congress and I appeared not to be the only woman recognizing this aspect. I tested the idea of setting up a network that relates to exactly this aspect and I was amazed about the many positive reactions that I received.

What was the feedback you received, when you first shared your idea and started to invite women to join the network?
I am very lucky to have very entrepreneurial colleagues at MECC Maastricht and the idea was embraced immediately. As it was a first event, we did not know what to expect. I underestimated myself the success of it and was surprised about the positive reactions. We had 35 women registered for the event in March but I only had place for 15 women. I rather have many small events where women truly connect than large events where the networking vanishes in the amount of content. Often, we can learn from one another by simply having the opportunity to share. Unfortunately, there are always people perceiving the Women in Exhibitions Network as superfluous. They don’t grasp the wider influence this network could entail.

What are the next steps you have planned for the network?
In the coming period I am organizing a team of women that will help me further set up this network and I am open to working together with other initiatives promoting women.

From your personal perspective: What are the biggest challenges for women in the exhibition industry? How can the network support women and help to overcome these?
There is still some outdated perception of the different roles of men and women in life and in work. There should be a shift in women’s attitude and culture to support change. I believe role models, mentors and networks can be used to promote the advancement of women. Talented women should take on the challenge. Often I wonder, whether it is that we are too busy with our daily tasks to spend some time to position ourselves and make visible what we actually do in our industry. This is why Women in Exhibitions Network came alive. I like to show the world that specific people actually are running our industry. What we want to achieve is not only visibility for women, we want to generate a voice to exhibitions directors, operations managers, business development and marketing professionals as well as all the wonderful colleagues in the service provision area. Our goals is to inspire people, specifically women, to want to share what their contribution is to our industry.
INTERVIEW: GWEN KAUFMANN 



Frauenförderung sei in der Messe München ein wichtiges Thema. „Die Kolleginnen leisten auf allen Ebenen einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg“, sagt sie. Auf den höheren Karrierestufen, auf der Ebene der Projektleiter und Bereichsleiter, gebe es viele engagierte Frauen: In der Messe München besetzen sie rund 42 Prozent der Führungspositionen. „Diejenigen, die ihren Weg gehen wollen, tun das meist auch.“ Auch entwickle die Messe München flexible Arbeitszeitmodelle, die es Müttern ermögliche, wieder berufstätig zu sein. „Ein Baby ist süß“, sagt sie. „Aber wie ist das mit alten, kranken Eltern? Wie unterstützt man Helfende als Arbeitgeber?“ Ein Thema, das zumeist Frauen betrifft – und auch darüber tauschen sich die Managerinnen bei ihren Netzwerktreffen aus. „Viele von ihnen führen erfolgreiche Familienunternehmen.“

Dieses Netzwerk suchen Monika Dech und die Messe München auch bei den einzelnen Messen zu aktivieren. Frauen verbinden sie auf der Ispo ebenso wie auf einer Bauma, Ifat oder Drinktec. Es mache auch Spaß, den Frauen eine Bühne zu bereiten und zuzusehen, wie das Netzwerk lebt. Die Initiative Frauen verbinden sei ein sehr lebendiges Konstrukt, mit einem eigenen Internetauftritt, Aktivitäten auf Instagram, und und und. Dass darüber Freundschaften entstehen, versteht sich von selbst. Und dass das Netzwerk immer tragfähiger wird, ebenfalls.

Offen für alle ist das Netzwerk dennoch nicht, aber auch kein Closed Shop. „Es muss passen“, sagt Dech. So wollen die Gründerinnen Monika Dech und Margit Dittrich sicherstellen, dass unterschiedliche Themen und Erfahrungen ausgewogen abgebildet werden – und nicht eine Berufsgruppe überhand nimmt. „Wir sind eine geschlossene Gruppe auf Augenhöhe.“ Beitreten können interessierte Frauen nur nach persönlicher Einladung.  CHRISTIANE APPEL
 


DIGITAL MEDIA WOMEN

Sichtbar werden

Digital Media Women (#DMW)
                              

arbeiten für mehr Sichtbarkeit von Frauen
auf allen Bühnen – ob bei Konferenzen, Medien oder im Management. Alles beginnt mit einem Tweet auf der „Next“ Konferenz: Journalistin Carolin Neumann ärgert sich über die vielen männlichen Speaker – nicht nur sie. Schnell finden sich acht Mitstreiterinnen und gründen #DMW. 2018 sind es 125 Ehrenamtliche und 19.000 Community- Mitglieder, die sich auf zahlreichen Netzwerk- Events treffen.

https://digitalmediawomen.de


THE FEMALE QUOTIENT (TFQ)

Join us: Equality Lounges

Founded by Shelley Zalis, The Female Quotient (TFQ) aims to advance gender equality in the workplace.
                              

Today, through The Female Quotient, Zalis is advancing gender equality across many industries and career levels. Her Equality Lounges and Girls’ Lounges are pop-up experiences at conferences and exhibitions across the globe, providing a place for women to connect, to emphasize collaboration and mentorship.

Upcoming dates in 2018 and 2019: Cannes Lions in Cannes (18 – 21 June 2018), dmexco in Cologne (12/13 September 2018), Advertising Week in New York (1 – 4 October 2018), ANA Masters of Marketing Conference in Orlando (24 – 26 October 2018), Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas (8 – 11 January 2019) and The World Economic Forum Annual Meeting in Davos (23 – 25 January 2019).

www.thefemalequotient.com


LADIES’ BUSINESS CLUB (LBC)

Regionale Netzwerktreffen

Der Ladies’ Business Club (LBC) ist eine Networking-Plattform für Travel- und Meeting-Managerinnen. Die 800 Mitglieder des Ladies Business Club treffen sich zwei Mal im Jahr zum Netzwerken und Austausch in deutschen Städten wie Berlin und Leipzig, Hamburg, Frankfurt und München und neuerdings auch Basel. Gastgeber sind die H-Hotels. Die Treffen am Abend beginnen mit einer Aktivität oder einem Vortrag wie im Frühjahr 2018 „Frauen in der Eventindustrie – auf Augenhöhe mit den Männern?“ mit anschließender Diskussion und enden beim gemeinsamen Networking- Dinner. Entstanden ist der Ladies‘ Business Club, weil sich eine kleine Runde von Veranstaltungsplanerinnen vernetzen und austauschen wollte. Der Ladies Business Club steht allen Frauen offen, die in ihren Unternehmen, Verbänden oder anderen Organisationen für die Buchung von Übernachtungen und Veranstaltungen zuständig sind.

www.h-lbc.de


ASSOCIATION FOR WOMEN IN EVENTS (AWE)

A central inclusive place for women

Three years ago five women founded the “Association for Women in Events”
                              

(AWE) in Washington D.C. They wanted the vision of the organization to be centered around a central inclusive place for women to find resources, mentorship, and career guidance in the events industry. “We realized that women-centric resources weren't as easy to access in the industry, and that women needed a safe community with resources, mentors and sponsors who help elevate them in their professional pursuits,” explains Co-Founder and Past- President Carrie Abernathy. AWE is “open for business” as a member organization and looking for global members and chapters. Carrie Abernathy: “We have heard from women all over the world! Women in Europe should be involved because we, as women, all experience the same unique challenges.” AWE welcomes both men and women to join the movement. After all AWE is a virtual and global organization, run by the needs of its members. It offers a number of coaching programs and webinars, for example on 31 May 2018 at 2:00pm EST: webinar on „Sexual Harassment and Abuse in the Events Industry“.

www.womeninevents.org
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Carrie Abernathy, Co-Founder and Past-President of AWE
FOTO: AWE
Monika Dech lebt das Unternehmensmotto „Connecting Global Competence“ auf die weibliche Art.

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