Von Sprengstoff, Startups und gelebter Vielfalt Image 1

JERUSALEM

Von Sprengstoff, Startups und gelebter Vielfalt

Die #twSocialSix sind unterwegs und betrachten Jerusalem aus Sicht junger Veranstaltungsplaner.

I
m Dezember fliegen wir #twSocialSix nach Jerusalem, um die Meeting-Destination unter die Lupe zu nehmen. Mit dabei: jede Menge technisches Equipment und ein mulmiges Gefühl – sind die Kontrollen am Flughafen wirklich so streng? Schaffen wir es, die Unmengen an Kameras, Akkus und Ladekabel mit nach Israel zu nehmen? Die Technik erweist sich nicht als Problem. Im Gegensatz zu meinen frisch gefärbten Haaren, die einen Sprengstoffalarm auslösen. Nach einer Befragung durch die Bundespolizei und vielen Erklärungsversuchen meinerseits darf ich aber mitfliegen und problemlos in Israel einreisen. Genauso wie 2019 insgesamt 4,55 Mio. Touristen, darunter 20.100 Deutsche – Besucherrekord.
              

In Jerusalem angekommen finden wir eine fast menschenleere Stadt vor. Kaum Autos fahren, nur wenige Restaurants haben geöffnet und auch der Haupteingang unseres Hotels ist geschlossen. Es ist Sabbat, der Tag, an dem gläubige Juden keine Arbeit verrichten dürfen. Mit Einbruch der Dunkelheit offenbart sich uns ein anderes Bild: Die alten Gassen werden zu bunten Einkaufsstraßen, durch die neben Jugendlichen nun auch orthodox-gekleidete Juden schlendern. Am nächsten Tag wird uns das Zusammenspiel zwischen Tradition und Moderne auf dem Mahne Yehuda Markt vor Augen geführt. Die Bitemojo-App führt uns wie bei einer digitalen Schnitzeljagd mit kulinarischen Angeboten über den Markt, der seit Ende des 19. Jahrhunderts existiert. Die App hat in Israel ihren Ursprung, ist inzwischen in neun Städten weltweit verfügbar und ist nicht die einzige, die in Israel entwickelt wurde. Auf dem Campus der Hebräischen Universität Jerusalem siedelt sich ein Hightech-Village an. Hier treffen wir Shay Fleishon, der mit BioJerusalem Verbindungen zwischen Startups und Unternehmen herstellt. Er berichtet uns von den Veränderungen, die Jerusalem durchlebt, vor allem tech-orientierte Startups ziehe es vermehrt hier her. „Wir sind wie ein ruhiges Ökosystem – unterschiedlich, aber doch gemeinschaftlich.“ Auch im International Convention Center (ICC Jerusalem) treffen Tradition und Moderne zusammen. Yossi Levi, Manager des Reservation Department berichtet uns, dass Männer und Frauen in nahezu gleicher Anzahl beschäftigt seien und es mehr Frauen als Männer in Führungspositionen gäbe. Diese Stadt muss man einfach erlebt haben, um sie zu verstehen. Vielleicht nicht unbedingt mit frisch gefärbten Haaren, aber trotzdem mit viel Geduld am Flughafen.
RONJA HEISE
             
http://jerusalemcvb.com/
Ad №1
FOTOS: SCREENSHOTS




Datenschutz