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VIRTUELLE MESSE

Warum ich meinen Laptop angeschrien habe...

Auf der virtuellen Messe „Vexcon“ hat sich Redakteur Christian Funk als Speaker versucht und die tw tagungswirtschaft als Aussteller vertreten. Ein Erfahrungsbericht.

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s ist gerade 15:30 Uhr, als eine Kollegin in mein Büro kommt. „Tut mir leid, keine Zeit. In zehn Minuten geht mein Vortrag los.“ Ich muss sie vertrösten und nutze beim Hinauskomplimentieren die Gelegenheit, einen großen Zettel an meine Tür zu kleben: „BITTE NICHT STÖREN!“ Es ist der 13. November und ich halte gleich bei der rein virtuellen Messe „Vexcon“ von Xing Events meinen Vortrag „Künstliche Intelligenz – Hype oder Segen“. Für das Webinar habe ich über 60 Anmeldungen, zuhören werden letztlich 40 Personen. Die ich allerdings nicht sehen kann. Gibt man so ein Webinar, unterhält man sich quasi mit seinem Laptop. Die Zuhörer bekommen zum einen die jeweiligen Folien und zum anderen das Bild des Speakers über die Webcam übertragen. Ich habe die Kamera allerdings ausgeschaltet und zeige nur die Folien... Sich selbst dabei zu beobachten, wie man spricht, ist nur schwer zu ertragen. Zur Vexcon kommen insgesamt 600 „Messebesucher“. Vier Tage lang und an 20 Ständen informieren sie sich über Eventtechnologien oder Vermarktungslösungen und verfolgen die 20 Live-Vorträge von uns Speakern.

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Unser Stand auf der virtuellen Messe „Vexcon“. Die Gestaltung? Gar nicht mal so einfach.
FOTO: TW TAGUNGSWIRTSCHAFT

Ich selbst nehme ja gerne an Webinaren teil, weil ich dafür eben mein Büro nicht zu verlassen brauche. Aber eines zu halten? Hm. Als ich ein paar Tage später die Aufzeichnung höre, merke ich, dass ich dringend an meinem Dialekt arbeiten muss. Ich kann dieses verflixte „ch“ einfach nicht aussprechen. Aber egal. Als ich mit dem Vortrag fertig bin, begebe ich mich an unseren virtuellen Stand. Dort warten einige Zuhörer im angegliederten Chatroom und haben ein paar Fragen an mich. Inzwischen ist die Nervosität auch vorüber und ich habe ein ganz gutes Gefühl. Das entschädigt übrigens für die Gestaltung des virtuellen Messestands. Ein nett gemeinter Rat: Auch wenn es ein Template gibt. Sollten Sie keine Erfahrung mit Photoshop haben, versuchen Sie gar nicht erst, den Stand selbst zu gestalten, sondern lassen Sie das jemanden machen, der sich damit auskennt. Das spart Zeit und Sie werden nicht Ihren Bildschirm anschreien wie ich, als das Ebenen-Werkzeug nicht das gemacht hat, was ich ihm gesagt habe. Aber das nur nebenbei. Im Großen und Ganzen ist die Vexcon eine tolle Erfahrung und, gerade was Wissensvermittlung und einfache Präsentationen angeht, eine echte Alternative. Probieren Sie es doch mal aus als Besucher. Ich schaue 2019 bestimmt auch wieder vorbei.  CHRISTIAN FUNK
 

CHRISTIAN FUNK

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Als tw-Redakteur
probiere ich in dieser Rubrik neue Formate oder Technologien aus und berichte von meinen Erfahrungen. Soll ich für Sie auch einmal etwas testen? Gerne. Ideen und Wünsche bitte an: funk@tw-media.com


„Sich selbst dabei zu beobachten, wie man spricht, ist nur schwer zu ertragen.“
Christian Funk, tw tagungswirtschaft
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