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SEOUL

Smart City mit Perspektive

Seoul steht für Technologien, Hightech und schnellste Internetverbindungen, als „Smart City“ aber auch für intelligente Vernetzung, Nachhaltigkeit und Urbanität. Gute Voraussetzungen für Meetings und Kongresse.

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er Blick von der gläsernen, fast 500 Meter hohen Aussichtsplattform des neuen Wahrzeichens Seoul Lotte World Tower ist atemberaubend. Dieses funkelnde Häusermeer soll eine der ersten „Smart Cities“ der Welt sein? Der Begriff steht für eine intelligente Stadt, in der alle Bereiche miteinander vernetzt sind und interagieren: Verkehr, Elektrizität und Wasser, Gebäude, Infrastruktur und Mobilität, Versorgung und Entsorgung. In Seoul scheint dieser Anspruch in vielen Bereichen bereits gelebte Realität. Und so ist direkt vor Ort zu spüren, dass dabei nicht nur Mehrwert für die Einwohner heraus springt, sondern ebenso für Veranstalter und Business-Traveller. Auch die hier längst in der Praxis angekommene Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) eröffnet Messen, Meetings und Events neue Perspektiven.

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Seoul tritt als eine Smart City an, eine Metropole, die intelligent vernetzt ist.
FOTO: DONGDAEMUN DESIGN PLAZA

Trotz des architektonischen Wandels, den die Wolkenkratzer im Stadtbild bewirkt haben, ist es „Seoul gelungen, die schmale Balance zwischen der Erhaltung seiner Traditionen und der Entwicklung moderner Technologien zu bewahren“, freut sich Jin-Hyeok Park, Direktor des Seoul Convention Bureau SCB. Wie kaum in einer anderen asiatischen Metropole ist der historische Stadtkern so gut erhalten wie hier. Es gibt nach wie vor traditionelle Märkte, grüne Gärten, alte Viertel wie Bukchon Hanok Village und jene fünf großen Paläste, die während der Joseon Dynastie von Koreas letztem König erbaut wurden. Ein Besuch des Changdeokgung-Palasts sollte in keinem Incentive-Programm fehlen. Er wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt und kann mitsamt dem „Geheimen Garten“ im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Nach alten Ritualen wechselt am Tor täglich um 11 Uhr die Wache.

Doch vor dem Sightseeing steht das Business. Im südlichen Geschäftsviertel von Seoul befindet sich COEX, das mit Abstand größte Kongresszentrum der Stadt. Es bietet eine Ausstellungsfläche von 36.000 Quadratmetern, Messehallen und multifunktionale Meeting-Räume. Interessant ist das in acht Sprachen verfügbare Simultanübersetzungs-System, denn Deutsch wird in Seoul kaum gesprochen. Zudem gibt es in diesem riesigen, unterirdisch verbundenen Komplex internationale Restaurants, Theater, ein Flughafen-Terminal sowie drei Fünf-Sterne-Hotels, darunter das Grand Intercontinental Seoul Parnas. Es bietet unter anderen 515 Zimmer, einen eigenen Tagungsbereich sowie einen Ballsaal für 1.500 Gäste.

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Die Dragon City, Heimat von vier Accor Hotels mit 1.700 Zimmern.
FOTO: ACCOR HOTELS

Nicht weit entfernt liegt Dongdaemun Design Plaza. Dieser futuristische Bau, entworfen von der Architektin Zaha Hadid, gern genutzt für Mode- und Kunstevents, umfasst je zwei Messe- und Tagungshallen sowie Konferenzkapazitäten für 1.500 Gäste. Direkt am Fluss Han beeindruckt das spacig anmutende, abends neonfarbig beleuchtete Floating Island Convention Center mit verschiedenen Sälen sowie einer Kongresshalle. Dagegen wirkt das traditionell-koreanisch gebaute Samcheonggak mit kleineren Räumen sowie einem Vorgarten mit Bäumen wie eine zierliche Oase im Häusermeer.

Seoul bietet zahlreiche, sehr differenziert gestaltete Unterkünfte, darunter 27 Fünf-Sterne-Hotels mit insgesamt 13.335 Zimmern und 43 Vier-Sterne-Hotels mit etwa 12.000 Zimmern. Schon von weitem leuchten an den Fassaden die Logos globaler Marken, darunter Four Seasons, Hilton, Intercontinental, Hyatt oder JW Marriot. Dazu kommen regionale Fünf-Sterne-Häuser wie Shilla, Walkerhill und Lotte Hotel. Viele haben in den letzten Jahren investiert, um Veranstaltungs- und Tagungsgästen beste Bedingungen für geschäftliche Events zu bieten. So geschehen im bereits erwähnten Walkerhill, gelegen auf einem Hügel inmitten einer natürlichen Landschaft mit Panoramablick über die Stadt und den Fluss Han. Zum Komplex gehören zwei Hotels, Grand Walkerhill und Vista Walkerhill Seoul, mit insgesamt 800 Zimmern. Genau so viele Plätze bietet der Konferenzsaal Vista Hall. Zusätzlich bestehen Möglichkeiten für Sport und Entertainment, das vom Restaurant-Guide Michelin mit einem Stern geadelte Restaurant Ondal sowie weitere Lokale, die zwischen japanischer, chinesischer und Western-Küche variieren.

“WE HAVE THE FASTEST INTERNET CONNECTION”

Jin-Hyeok Park leitet das Seoul Convention Bureau.FOTO PETRA MEWES
Jin-Hyeok Park leitet das Seoul Convention Bureau.
FOTO PETRA MEWES
Jin-Hyeok Park, Director Seoul Convention Bureau, about Seoul as the world’s leading smart city and one of the safest cities.
tw tagungswirtschaft: What are is Seoul’s USP for meetings and incentives?
Jin-Hyeok Park: Seoul is selected as a MICE destination because of its secure environment, warm hospitality, historical legacy, dynamic cityscape, endless entertainment, and exquisite cuisine. The city is notably unique because of its modernity, high-tech facilities and services. We are known as the World’s leading smart city. Currently we have the fastest Internet connection in the world - it’s almost four times faster than the world average. For the visitors, moving around in Seoul is a doddle and the city itself offers plenty of things to see and do. There are attractions, from traditional markets and UNESCO world heritage historical palaces and sites, to the impressive skyscrapers of Gangnam that houses conglomerates such as Samsung and LG and its new landmark Seoul Lotte World Tower.

How is the city doing in terms of business tourism?
The UIA (Union of International Associations) has ranked Seoul as top convention destination for the past years. Most recent, Seoul was ranked 3rd top convention city. Even more, Seoul has been ranked 10th last year by ICCA (International Congress & Convention Association) in their worldwide ranking of total registered meetings per city with a total of 137 meetings.

Security is currently one of the important issues. Is Seoul a safe city safe?
Not to be confused with North Korea, South Korea is a democracy and one of the top safest countries in the world to travel, because of extremely low number of criminal cases. There is a reason why South Korea makes it to the top: the use of guns is completely illegal in the entire country. Believe it or not, but South Korea has a Crime Rate variable of just 25.27 in 2016 which rates 74.73 % safe. Right underneath Korea you can find Finland which is 75.37 % safe. Whereas China with a crime rate of 33.90 has been rated 66 % safe, United States 51.24% safe and a European country Belgium for instance, only 55.49 % safe. 
PETRA MEWES
 

Das als Tagungshotel neu gestaltete Le Meridien Seoul empfiehlt sich speziell Kunstkennern. „Wir präsentieren von der Lobby bis zum Dach, in den Zimmern sowie in unseren fünf Restaurants zahlreiche Originale“, erklärt General Manager Martin Sax bei einem Rundgang. Erst im Herbst 2017 eröffnete die spektakulär anmutende Dragon City mit vier Accorhotel-Marken. Der riesige Komplex umfasst 1.700 Zimmer, Restaurants und oben quer einen einzigartigen, vierstöckigen Unterhaltungskomplex als Brücke zwischen den hohen Gebäuden. Die Lounge-Bars und separaten Partybereiche ergänzen 17 Tagungsräume und zwei große Ballsäle mit 1.740 Plätzen.

Wer auch immer in der Stadt Ausstellungen, Roadshows, Konferenzen und/oder Meetings plant, sollte die Seoul MICE Alliance (SMA) nutzen. Diese Partnerschaft, betrieben von der Stadt Seoul und der Seoul Tourism Organisation, vereint rund 250 Anbieter, darunter Convention Center, Hotels, Transport-, Entertainment- und Dienstleistungsunternehmen. Die kürzlich lancierte Marke „PLUS Seoul“ fasst alle zusammen. Das Support-Paket steht sowohl Veranstaltern als auch Teilnehmern zur Verfügung, die sich unter anderem über Seoul Welcome Kits, MICE-Stadtrundfahrten oder die Seoul MICE-Card freuen dürfen. Zu den gebotenen Vorteilen gehört neben administrativer selbst finanzielle Unterstützung. So können internationale Konferenzen bis zu 150 Millionen Südkoreanische Won (KRW) erhalten, einzelne Firmentreffen Anreize bis zu 100 Millionen KRW. Specials ergänzen das Programm. Seit 2017 gehörte zum Beispiel der Rundgang „Seoulo 7017“ dazu. An dieser Stelle schließt sich der Kreis zur eingangs erwähnten Smart City: „Seoulo 7017“ entstand auf einer 1970 gebauten Hochstraße, die in diesem Jahr zu einem öffentlichen Park nur für Fußgänger mit grünen Oasen, Kunstflächen, Shops und Cafés umgewandelt wurde – ein grünes, verbindendes Band durch die Stadt, nachhaltig angelegt, urban gestaltet.  PETRA MEWES
 

www.miceseoul.com

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