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TECHNISCHE HOCHSCHULE MITTELHESSEN (THM)

#IMEX17: Das sagen die #SocialSix

Die Generation Y ist etwa so alt wie das Internet. Wer nicht ihre Sprache spricht, sich nicht in ihren Netzwerken bewegt, erreicht sie nur schwer. Studierende der Technischen Hochschule Mittelhessen haben auf der IMEX 2017 Selfies, Fotos und Videos auf Facebook und Twitter, Snapchat und Instagram gepostet – und gejodelt.

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ocial Media-Plattformen sind ebenso wie Veranstaltungen entstanden, um zu netzwerken, um Neuigkeiten, Trends und Informationen miteinander zu teilen und zu guter Letzt, um zu unterhalten. Nicht verwunderlich also, dass in der Live-Kommunikation (#Interaktion, #Integration und #Aktivierung) soziale Netzwerke mittlerweile als integraler Bestandteil erfolgreicher Veranstaltungskonzepte gelten. Soziale Medien ermöglichen Messen, Kongressen oder Events eine persönlichere Einbeziehung von Teilnehmern; eine hybride Form des Dialogs. Doch sind Unternehmen und Veranstaltungsformate für den Dialog mit den Digital Natives gewappnet?

Die Technische Hochschule Mittelhessen in Gießen und die tw tagungswirtschaft haben zur IMEX 2017 ein Projekt ins Leben gerufen, um einen Blickwechsel zu vollziehen. Anika Brettschneider, Anna Gerlach, Antonia Matejcek, Lena Steinhäuser, Ronja Heise und Tiffany Clark, Studentinnen aus dem Studiengang Eventmanagement und -technik (EMT), berichteten für die tw am 16. und 17. Mai 2017 unter der Leitung von Dozentin Michelle Caroline Speth als #SocialSix live von der #IMEX17: Über Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat und Jodel fingen sie Stimmen und Statements ein, streamten Vorträge, deckten Kurioses auf und hinterfragten das Fokusthema „Purposeful Meetings“. Im Folgenden berichten die #SocialSix von ihren Erfahrungen und geben Tipps für den Einsatz von Social Media für Events.

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Die #SocialSix von links: Anika Brettschneider, Antonia Matejcek, Ronja Heise, Anna Gerlach, Tiffany Clark und Lena Steinhäuser.
FOTO: DFV MEDIENGRUPPE, ALEXANDER PAUL ENGLERT

Facebook & Twitter: Die Klassiker. Kenn‘ ich! Mach‘ ich mit! Getreu diesem Motto konnten wir während der Messe Facebook und Twitter nahezu problemlos bespielen. Die Bekanntheit der Plattformen ebenso wie die vielfältigen Interaktions- und Aktivierungsoptionen ermöglichten einen eher unkomplizierten Zugang zu Ausstellern und Messebesuchern. Der Erklärungsbedarf und die Hemmschwelle, sich zu äußern, waren eher gering. Ging es jedoch um den Content, stieg die Verunsicherung der Befragten: Offizielle Pressestatements und gestellte Standardbilder waren an der Tagesordnung. Unser Fazit: Facebook und Twitter erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit. Die Anzahl der Likes, Retweets und Interaktionen zeigten, dass nicht nur Aussteller oder Besucher die Plattformen während der Messe verfolgten, sondern auch abwesende Branchenvertreter. Eine Verunsicherung in Bezug auf unkonventionelle Posts und Tweets können wir nachvollziehen, wünschen uns aber eine Auflockerung, die eine persönlichere Darstellung von Unternehmen und Mitarbeitern ermöglicht. Die Demonstration von Authentizität und Nahbarkeit führt zu Vertrauen und einem offeneren Umgang miteinander.

Instagram: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Eine Veranstaltung auf Facebook oder Twitter zu bewerben ist sehr beliebt. Doch schon mal was von Instagram gehört? Sicher! Instagram ist eine Plattform, auf der Nutzer Fotos und Videos mit anderen teilen. Großer Vorteil: Facebook und Instagram- Konten können miteinander verknüpft werden. Gerade bei Events, bei denen die Emotionen und das Erleben im Fokus stehen, sind Bilder die besten Informationsträger. Ähnlich wie bei Twitter lassen sich bei Verwendung eines Hashtags Schlagworte kategorisieren, um Inhalte aufzufinden. Während eine Vielzahl an Hashtags auf Facebook häufig als störend empfunden wird, sind sie auf Instagram ein Garant für Reichweite. Wie bei allen Social-Media-Kanälen gilt: Die Plattformen sollten vor, während und nach der Veranstaltung bespielt werden, um die Reichweite und Sichtbarkeit zu erhöhen. Unser Fazit: Instagram ist das perfekte Tool, um eine Marke aufzubauen, eine Veranstaltung zu bewerben und zu begleiten und Teilnehmer zu generieren. Obwohl wir den Account erst zur IMEX gestartet haben, konnten wir eine gute Sichtbarkeit unter der relevanten Zielgruppe erlangen. Das Interesse in der Branche steigt.

10 TIPPS ZUR SOCIAL-MEDIA-NUTZUNG AUF EVENTS:

1. Legen Sie Ihre Zielgruppe fest und analysieren Sie, in welchen sozialen Medien sich die Zielgruppe aufhält.
2. Wählen Sie relevante Kanäle aus: nicht jeder Kanal ist sinnvoll, wenn er nicht zum Unternehmen, der Zielsetzung und/oder der Zielgruppe passt.
3. Entwerfen Sie vorab einen Redaktionsplan, aber lassen Sie sich von diesem bei der Live-Berichterstattung nicht einschränken.
4. Legen Sie einheitliche Hashtags (#) fest und nutzen Sie diese kontinuierlich. Achtung: Nicht auf allen Kanälen erfreuen sich die Hashtags großer Beliebtheit.
5. Nutzen Sie die Kanäle vor, während und nach der Veranstaltung.
6. Passen Sie die Informationen dem jeweiligen Social-Media-Kanal an.
7. Seien Sie offen für kritische Äußerungen Ihrer User.
8. Vermeiden Sie Pressestatements und zeigen Sie vielmehr Mut zu und Freiheiten für persönlichere Aussagen.
9. Dialog statt Monolog: Interaktion ist erwünscht. Posten Sie nicht nur eigene Beiträge, sondern liken, teilen, retweeten oder kommentieren Sie andere.
10. Führen Sie im Nachgang eine Erfolgskontrolle durch und nutzen Sie dazu auch die vorhandenen Analysetools der Plattformen: Wurden meine Ziele und Zielgruppen erreicht?

Quelle: #SocialSix
 
Snapchat: Das Leben macht mehr Spaß, wenn Du den Moment lebst! Das Grundprinzip bei Snapchat:
In Form von Textnachrichten, Fotos oder Videos können sogenannte Snaps einmalig per Messenger privat an einzelne Kontakte geschickt oder für 24 Stunden öffentlich für alle Follower als „Story“ gepostet werden. Ein schnelles Tool, um von einer Messe zu berichten. Das dachten wir uns auch auf der IMEX! Doch der Erklärungsbedarf war sehr groß, und wir kamen häufiger in die Situation, die Applikation zu erklären, als diese tatsächlich zu verwenden. Die App bleibt bisher primär unter den Usern zwischen 16 und 34 Jahren beliebt, dabei könnte sie der Meetingbranche viel Mehrwert bieten: Ob ein Teaser-Video zur Ankündigung, ein Blick hinter die Kulissen, ein Statement eines Referenten oder das Sammeln von Fotos und Videos der Teilnehmer in Form einer Live-Story zeigt ein authentisches Bild einer Messe. Unser Fazit: Ein tolles Tool, das in der Branche noch nicht seinen Platz gefunden hat. Einfach mal anschauen und ausprobieren!

Jodel: Heute schon gejodelt? Jodelduhiiooo: Die ursprünglich als studentische Plattform entworfene Applikation ermöglicht die anonyme Veröffentlichung von Textnachrichten oder Bildern, die in einem Zehn-Kilometer-Umkreis gelesen werden können. Statt des Senders steht die Nachricht im Vordergrund. Ob diese von Belang ist, entscheiden die Empfänger. Sie kommentieren und bewerten die Beiträge: Interessante oder ausgefallene Postings, so genannte Jodel, können durch Upvotes belohnt werden. Obwohl die fehlenden Nutzerdaten ebenso wie die geringe geographische Reichweite eher gegen einen Werbenutzen spricht, eröffnen sich durch Jodel gerade für Veranstaltungen durch Native Advertising ungeahnte Möglichkeiten. Werbung ist auf Jodel verboten, Sonderangebote oder Gutscheine nicht. Die Kommunikation von Frühbucher-Rabatten oder Promotion- Codes ist daher ein geeignetes Mittel zur Platzierung einer Veranstaltung. Die Eröffnung von Diskussionen oder Verbreitung von Informationen zu einer Veranstaltung birgt ebenfalls Potentiale. Unser Fazit: Im Rahmen der IMEX ist Jodel nahezu untergegangen: ein fehlendes Bewusstsein der Aussteller und Besucher, die noch fehlende Zielgruppe und die Gefahr der Positionierung unbeliebter Schleichwerbung waren wohl ausschlaggebend. Aber: Gerade bei regionalen Veranstaltungen und Messeformaten glauben wir an das Potential von Jodel. Einfach mal mitjodeln! DIE #SOCIAL SIX: ANIKA BRETTSCHNEIDER, ANNA GERLACH, ANTONIA MATEJCEK, LENA STEINHÄUSER, RONJA HEISE UND TIFFANY CLARK UND DOZENTIN MICHELLE CAROLINE SPETH
 

Hier studieren die #SocialSix: Technische Hochschule Mittelhessen (THM), Studiengang Eventmanagement und -technik

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